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| 02:39 Uhr

Nguyen verspricht Lausitzern seine "tollsten Übungen"

Am ersten Qualifikationstag zog Marcel Nguyen ins Ringe-Finale ein. Am Freitag ist er an Reck und Barren zu erleben.
Am ersten Qualifikationstag zog Marcel Nguyen ins Ringe-Finale ein. Am Freitag ist er an Reck und Barren zu erleben. FOTO: Heiner Stephan
Cottbus. Das 40. Turnier der Meister läuft. Am ersten Qualifikationstag kamen die Zuschauer in der Cottbuser Lausitz-Arena auch in den Genuss deutscher Turnkunst. An jedem Gerät war mindestens ein Nationalturner und damit potenzieller Olympia-Kandidat am Start. Mirjam Danke

Regelmäßige Besucher des Turniers der Meister wissen es: Bei der Qualifikation wird ihnen höchste Konzentration abverlangt. Denn es wird an fünf Geräten gleichzeitig geturnt. Beim ersten Teil der Qualifikation waren das am Donnerstag Stufenbarren und Sprung bei den Damen sowie Pferd, Boden und Ringe bei den Männern.

Der Besuch gleich zum Auftakt der Traditionsveranstaltung hat sich für die Zuschauer gelohnt. Sie bekamen so einige jener deutschen Turner zu Gesicht - manche sogar zeitgleich -, welche Mitte April in Rio das Olympiaticket klarmachen sollen. Topstar Marcel Nguyen durfte das Jubiläumsturnier als erster Starter quasi eröffnen. Am Pferd turnte er aber außer Konkurrenz. Am Boden und an den Ringen zog er ins Finale ein.

Am Freitag wird der zweifache Olympiamedaillengewinner zudem zeigen, was er an Reck und Barren drauf hat. An seinen Sahnegeräten schuftete Nguyen sogar noch am Donnerstagabend in der Trainingshalle - gleich nach seinen ersten drei Auftritten. Den Lausitzern verspricht er schon mal die "tollsten Übungen, die ich machen kann."

Unter den Zuschauern in Cottbus war auch Lokalmatador Christopher Jursch, der nach seiner Nichtberücksichtigung für den Test-Wettkampf in Rio Mitte April auch in seiner Heimatstadt nicht turnt. Der Cottbuser, der momentan mit dem Nationalteam am Bundesleistungszentrum in Kienbaum trainiert, nutzte den freien Nachmittag und kam mit Andreas Bretschneider und Philipp Herder zum Turnier, um den Kollegen zuzusehen. "Tapetenwechel", erklärte Jursch lächelnd. "Und wir wollen so auch als Team zusammenwachsen."

Einen Wermutstropfen gab es an diesem ersten Turnier-Tag indes auch. Pauline Schäfer, WM-Dritte am Balken, konnte nicht starten. Die Chemnitzerin hatte sich am Mittwoch im Training bei einem Doppelsalto rückwärts an der Schulter verletzt. Die genaue Diagnose steht noch aus. "Ein richtig großer Verlust", hieß es vonseiten des Deutschen Turnerbundes. "Und natürlich auch schade für die Zuschauer." Diese dürfen sich am Finalwochenende aber auf Sophie Scheder freuen, Qualifikationsbeste am Stufenbarren. Das Ringe-Finale erreichte neben Nguyen auch An dreas Toba. Heute geht's weiter.

Der zweite Teil der Qualifikation findet an diesem Freitag ab 16.30 Uhr statt. Die Finals finden dann am Samstag (Männer: Boden, Ringe, Pauschenpferd; Frauen: Sprung, Stufenbarren) und Sonntag (Männer: Sprung, Barren, Reck; Frauen: Schwebebalken, Boden) statt. Beginn ist jeweils um 14 Uhr in der Cottbuser Lausitz-Arena.

Lokalmatador Christopher Jursch war als Zuschauer da.
Lokalmatador Christopher Jursch war als Zuschauer da. FOTO: jam