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| 02:36 Uhr

Neureuther wünscht seinem Rivalen Gold

Felix Neureuther und Mattias Hargin (l.) sind trotz aller Rivalität befreundet.
Felix Neureuther und Mattias Hargin (l.) sind trotz aller Rivalität befreundet. FOTO: dpa
St Moritz. Felix Neureuther hat im Riesenslalom am Freitag wie seine deutschen Kollegen beim Sieg von Marcel Hirscher aus Österreich die erste deutsche WM-Medaille in St. Moritz deutlich verpasst. Manuel Schwarz

Linus Straßer war auf Rang zwölf (+1,38 Sekunden) der beste Deutsche. Stefan Luitz wurde 14. (+1,52 Sekunden), der zuletzt am Rücken verletzte Neureuther kam nur auf Platz 16. Ein schlechteres Resultat in einem WM-Riesenslalom gab es für den DSV zuletzt 2011.

Im abschließenden Rennen der alpinen Ski-Weltmeisterschaften von St. Moritz hat Neureuther damit am Sonntag seine wohl letzte Karriere-Chance auf eine weitere WM-Medaille. Dennoch denkt der Routinier nicht nur an sich, sondern wünscht just dem Rivalen Mattias Hargin aus Schweden nach dessen furchtbaren Erlebnissen im Sommer einen Podest rang. Hargins Ehefrau, die Freeriderin Matilda Rapaport, war im Juli 2016 bei einem Lawinenunglück gestorben.

"Ich würde es keinem so sehr wünschen wie ihm, dass er gut fährt und eine Medaille holt", sagte Neureuther der "Bild"-Zeitung (Freitag). Rapaport war bei Werbeaufnahmen in Chile verunglückt und hatte im Koma tagelang um ihr Leben gekämpft. Hargin flog nach Südamerika und war bei seiner Frau, als diese im Alter von nur 30 Jahren starb. Die beiden hatten erst im Frühjahr geheiratet. Neureuther sagte, dass er mit seinem Ski-Kollegen unmittelbar nach der Tragödie Kontakt hatte.

Zum Saisonstart kehrte Hargin wieder in den Weltcup zurück. "Es ist extrem beeindruckend, wie er mit dem Tod seiner Frau umgeht", meinte Neureuther. "Ein Alptraum, was passiert ist. Mattias ist ein ganz feiner Kerl." Der WM-Slalom steht am Sonntag (09.45/13.00 Uhr) an.