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Neureuther fehlen fünf Hundertstel zum Podest

Felix Neureuther zeigte sich enttäuscht.
Felix Neureuther zeigte sich enttäuscht. FOTO: dpa
Adelboden. Um die Winzigkeit von fünf Hundertstelsekunden ist Felix Neureuther beim Slalom von Adelboden am Podest vorbeigerast. Der deutsche Skirennfahrer musste sich am Sonntag nur dem einmal mehr überragenden Sieger Henrik Kristoffersen aus Norwegen, dem Südtiroler Manfred Mölgg und Marcel Hirscher aus Österreich geschlagen geben. dpa/sh

Mit einem lauten "Maaaann!" im Zielauslauf quittierte Neureuther den zweiten Durchgang in der Schweiz, bei dem er um einen Platz zurück auf den vierten Rang rutschte. "Ich habe die letzten Tore nicht so auf Zug erwischt", sagte er im ZDF. "Das ärgert mich schon, weil es gestern auch sehr knapp war. Es war einfach sehr schwierig zu fahren." Am Samstag war er im Riesenslalom nur Achter geworden.

Seinen zweiten Top-3-Rang nach dem Slalom in Zagreb schenkte Neureuther vor allem im ersten Durchgang her. Da hatte er zwar mit der Startnummer 2 ideale Bedingungen, zeigte aber keinen guten Lauf. Nach ihm zog eine Nebeldecke über die Piste, wegen der völlig veränderten Sicht handelten sich die nach ihm startenden Rivalen - unter anderem auch Hirscher - sehr viel Rückstand ein. "Ich hatte im ersten Durchgang wahnsinniges Glück", bekannte der Partenkirchener.

An der Spitze zeigte Kristoffersen all seine Klasse und feierte den dritten Sieg bei seinem vierten Slalom-Start in diesem Winter. Dank zweimaliger Laufbestzeit war er 1,83 Sekunden schneller als Mölgg. Das ist der größte Vorsprung in einem Männerslalom seit 15 Jahren. Damals siegte Bode Miller 1,92 Sekunden vor Ivica Kostelic.