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| 02:38 Uhr

Neuer Modus, alte Ziele

Kuusamo. Neuer Modus, alte Ziele: Trotz einer einschneidenden Wettkampf-Reform wollen Deutschlands Nordische Kombinierer um Weltcup-Titelverteidiger Ronny Ackermann auch im WM-Winter mit Top-Ergebnissen glänzen und ihre internationale Vormachtstellung zementieren.

"Wir wollen im Weltcup immer vorne dabei sein und bei der WM mehrere Medaillen gewinnen", formulierte Bundestrainer Hermann Weinbuch vor dem Saison-Auftakt am Samstag im finnischen Kuusamo das gewohnt anspruchsvolle Ziel. Um die Sportart für das Fernsehen und die Zuschauer attraktiver zu machen und damit auch besser vermarkten zu können, hat der Internationale Skiverband FIS die Regeln vereinfacht. Künftig besteht jeder Wettkampf nur noch aus einem Sprung und dem 10-Kilometer-Langlauf. Sprints, Massenstart- und Hurrican-Start-Wettbewerbe in der bisherigen Form wird es nicht mehr geben, allerdings auch nicht mehr den nach seinem Erfinder genannten Gundersen-Wettkampf mit zwei Sprüngen und dem Langlauf über 15 Kilometer. "Das war der Ursprung der Kombination, deshalb blutet einem da schon das Herz. Die beschlossenen Regeländerungen sind natürlich massiv. Darin besteht aber auch eine Chance, die Kombination weltweit noch populärer zu machen. Deshalb waren wir bereit, den einen oder anderen Kompromiss mitzugehen, auch wenn uns insbesondere die Reduzierung der Startplätze natürlich schon ein wenig wehtut", sagte Weinbuch. Auch Ackermann, einer von maximal acht deutschen Startern, sieht dem WM-Jahr mit gemischten Gefühlen entgegen. "Die Regeln sind jetzt idiotensicher und extrem einfach nachzuvollziehen. So richtig weiß ich aber nicht, was auf mich zukommt", sagte der Thüringer. dpa/tus