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| 02:39 Uhr

Neue Gesichter, alte Sorgen in Aue

Thomas Letsch will "Thomas-Letsch-Fußball".
Thomas Letsch will "Thomas-Letsch-Fußball". FOTO: dpa
Aue. Zum Start in die neue Saison der 2. Bundesliga ist bei Erzgebirge Aue einiges neu. dpa/noc

Das wird schon sichtbar, wenn Autofahrer auf der Bundesstraße 169 das kleine Städtchen ansteuern. Rund und flach lag dort das alte Erzgebirgsstadion als Wahrzeichen und zur Begrüßung. Doch das ist vorbei: Die Bagger haben mittlerweile mit der Südtribüne auch die letzten Reste des alten Stadions abgerissen. Modern und kantig steht dort jetzt die neue Haupttribüne, die beim ersten Heimspiel eingeweiht wird.

Und auch zwei wesentliche Teile der Mannschaft haben sich deutlich verändert: Das Trainerteam und die Innenverteidigung. Ersteres, weil nach einigem hin und her Domenico Tedesco doch schon nach elf Spielen das Erzgebirge in Richtung FC Schalke 04 verließ. Letzteres, weil Louis Samson und Steve Breitkreuz zu Eintracht Braunschweig wechselten. Die Lücken wurden geschlossen. Mit Thomas Letsch kam ein neuer Trainer vom FC Liefering. Dabei setzte die Auer Vereinsführung wieder auf einen eher unbekannten Coach, der eine moderne Fußballphilosophie vertritt und erfolgshungrig ist. Der neue Coach will dabei gar nicht so viel über den alten sprechen. "Ich will Thomas-Letsch-Fußball spielen", sagt er.

Dieser Stil beinhaltet auch Elemente des Tedesco-Fußballs, wie zum Beispiel aggressives Pressing. Und die Anzeichen verdichten sich, dass auch die Grundausrichtung mit einer Fünferkette in der Abwehr bleibt. Fabian Kalig, mittlerweile zum Vize-Kapitän aufgestiegen, ist in der Innenverteidigung gesetzt. Neben ihm spielten zuletzt die Neuzugänge Nicolai Rapp (TSG Hoffenheim) und Dennis Kempe (Karlsruher SC). "Es ist ein super Training, mit viel Struktur und einer Idee dahinter, wie wir spielen wollen", lobte der erfahrene Kempe den neuen Coach.

Dafür gibt es aber noch eine wesentliche Baustelle: der Sturm. In Pascal Köpke, Mario Kvesic und Dimitrij Nazarov werden dort wohl alte Bekannte auflaufen, doch die Torgefahr fehlt weiter. Testspiele gegen Slovan Liberec und Lask Linz gingen vor allem auf Grund schlampiger Chancenverwertung verloren.

Das sollte dringend besser werden, wenn die Auer Fans im neuen Stadion jubeln sollen.