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| 17:17 Uhr

Namensstreit vor Bundespatentamt beendet
RK Endspurt hat die „Cottbuser Nächte“ zurück

Madison-Weltmeister Roger Kluge ist als Endspurt-Mitglied Stammgast bei der Veranstaltung in Cottbus.
Madison-Weltmeister Roger Kluge ist als Endspurt-Mitglied Stammgast bei der Veranstaltung in Cottbus. FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus/München. Der langjährige Streit um die Namensrechte an der Radsport-Veranstaltung „Cottbuser Nächte“ ist beendet – der RK Endspurt 09 Cottbus ist nun wieder alleiniger Inhaber der begehrten Marke. Beim Bundespatentamt in München gab es am Dienstag dazu die entscheidende Verhandlung. Von Jan Lehmann

Der langjährige Streit um die Namensrechte an der Radsport-Veranstaltung „Cottbuser Nächte“ ist beendet – der RK Endspurt 09 Cottbus ist nun wieder alleiniger Inhaber der begehrten Marke. Das teilte Anwalt Benjamin Ehlers, der Endspurt in München vertreten hatte, am Dienstag mit. Jens Fichte, der ehemalige Vorsitzende des RK Endspurts, habe demnach bei der Verhandlung vor dem Bundespatentamt am Dienstag in München die Löschung der von ihm angemeldeten Marke erklärt. Die hatte er in seiner Zeit als Endspurt-Vorsitzender für sich persönlich gesichert. Die Münchner Richter vertraten am Dienstag die Auffassung, dass dies als „bösgläubige Markenanmeldung“ zu bewerten sei. Fichte hatte demnach damals nicht die Zustimmung der Vereinsgremien für diese Anmeldung. Mit der Löschung der Marke entging Fichte der möglichen Verpflichtung, die Kosten des Verfahrens für den RK Endspurt zu tragen.

„Das ist dennoch ein sehr guter Tag für den Verein“, erklärte Anwalt Ehlers gegenüber der RUNDSCHAU. Der Verein könne nun die Markenrechte, die er nach Fichte auch noch angemeldet hatte, wieder uneingeschränkt nutzen. Das heißt: Die für den 8. bis 10. August 2019 geplanten „International Cycling Days Cottbus“ könnten dann auch wieder „Cottbuser Nächte“ heißen. Darüber muss in den kommenden Tagen der Vorstand des Vereins entscheiden. Für Eberhard Pöschke, den Erfinder der Cottbuser Nächte, dürfte das eine Herzensangelegenheit sein. Der 84-Jährige war am Dienstag in München mit dabei.

2012 hatte die Radsportveranstaltung vor allem dank des Grandseigneur des Lausitzer Radsports unter dem Namen „Cottbuser Nächte“ verheißungsvoll begonnen. Die Welt-Elite des Zweier-Mannschaftsfahrens war damals in Cottbus gestartet, der Grundstein für eine Sommeredition der altehrwürdigen Sechstagerennen war gelegt. Nach der vierten Auflage bremsten dann aber die Namensstreitigkeiten die Veranstaltung aus.

Endspurt-Geschäftsführer Eberhard Pöschke war bei der Verhandlung vorm Bundespatentamt dabei.
Endspurt-Geschäftsführer Eberhard Pöschke war bei der Verhandlung vorm Bundespatentamt dabei. FOTO: Jan Lehmann