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Musterschüler Tedesco von Aue nach Schalke

Domenico Tedesco verlässt den Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue und wird neuer Cheftrainer beim FC Schalke 04.
Domenico Tedesco verlässt den Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue und wird neuer Cheftrainer beim FC Schalke 04. FOTO: dpa
Leverkusen/Gelsenkirchen. Leverkusen setzt auf dem Trainerposten auf einen alten Bekannten, Schalke auf einen Rookie und Hoffenheim weiter auf den Erfolgsgaranten. Eric Dobias

Heiko Herrlich heuert bei Bayer Leverkusen an, Julian Nagelsmann bleibt der TSG 1899 Hoffenheim langfristig erhalten und Markus Weinzierl muss nach nur einem Jahr bei Schalke 04 gehen. Seinen Platz wird Aues Domenico Tedesco einnehmen. Ein Bundesliga-Trio hat am Freitag für Klarheit auf der Trainerposition gesorgt.

Nach einer verkorksten Saison mit Platz zwölf will Rückkehrer Herrlich die Leverkusener wieder in die gewohnten Tabellenregionen führen. "Nach oben sind keine Grenzen gesetzt", verkündete der 45-Jährige bei seiner offiziellen Vorstellung. Der frühere Bayer-Profi, der von 1989 bis 1993 für die Werkself kickte, kommt vom Zweitliga-Aufsteiger Jahn Regensburg und unterschrieb in Leverkusen einen Zweijahresvertrag bis 2019.

Herrlich ist allerdings nur dritte Wahl, nachdem Bayer zuvor die Fühler nach dem in Dortmund entlassenen Thomas Tuchel und dem Ex-Mainzer Martin Schmidt ausgestreckt hatte. Für Herrlich, der bei seinem Trainerdebüt in der Bundesliga die Nachfolge von Tayfun Korkut antritt, ist dies kein Problem. "In den Gesprächen hatte ich das Gefühl, man will mich unbedingt haben", berichtete er. "Ich habe das Gefühl, dass man mir absolut vertraut." Lob gab es von Bundestrainer Joachim Löw. "Heiko Herrlich hat beim DFB damals im U-Bereich sehr gute Arbeit geleistet. Jetzt ist er mit Jahn Regensburg aufgestiegen. Er hat eine gewisse Zeit als Trainer Erfahrung gesammelt. Ich denke, dass das sehr gut passen kann", sagte Löw am Freitag.

Davon ist man auch bei Bayer überzeugt. "Das Ziel ist ganz klar, international wieder dabei zu sein", sagte Sportchef Völler zur Vorgabe für Herrlich. Der einstige Stürmer nimmt diese Herausforderung gerne an: "Ich möchte mich für das Vertrauen bedanken und alles dafür tun, um etwas zurückzugeben. Wir wollen erfolgreich und begeisternd sein."

Das gilt uneingeschränkt auch für Schalke 04, wo Markus Weinzierl nach Platz zehn das Vertrauen entzogen wurde. Am Freitag haben die "Königsblauen" die Trennung von dem 42-Jährigen bekanntgegeben. Dafür wird der elf Jahre jüngere Domenico Tedesco vom Zweitligisten Erzgebirge Aue verpflichtet. Der Deutsch-Italiener, der zuvor als Junioren-Coach bei 1899 Hoffenheim und dem VfB Stuttgart tätig war, gilt als herausragendes Trainertalent. Er schloss den Lehrgang zum Fußball-Lehrer mit der Bestnote von 1,0 ab und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Gerade aus dem Familienurlaub in Florida zurückgekehrt, informierte Heidel den von ihm im vorigen Sommer aus Augsburg verpflichteten Weinzierl am Freitagmorgen über seine Beurlaubung. Der Zeitpunkt kommt durchaus überraschend, obwohl Heidel nach einer Saisonanalyse den Straubinger schon schwer angezählt hatte.

Gemeinsam mit Tedesco drückte Nagelsmann die DFB-Schulbank. Der 29-Jährige startete danach in Hoffenheim durch und wurde für seine herausragende Arbeit belohnt. Die Kraichgauer verlängerten am Freitag den Vertrag mit Nagelsmann, der die TSG innerhalb von 15 Monaten vom Abstiegskandidaten zum Champions-League-Qualifikationsteilnehmer formte, bis 2021.