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| 01:04 Uhr

Muche: „Ich habe es allen Kritikern gezeigt“

Christin Muche vom RSC Cottbus hat jetzt die Weltmeisterschaft in den USA im Blick.
Christin Muche vom RSC Cottbus hat jetzt die Weltmeisterschaft in den USA im Blick. FOTO: Foto: Roth
Mit Platz vier im Keirin-Wettbewerb beendete gestern Christin Muche vom RSC Cottbus den dritten Bahnradsport-Weltcup der Saison in Manchester. Der Sieg ging an die Russin Natallia Tsylinskaya (Weißrussland). Von Thomas Juschus

Platz zwei erreichte die ehemalige Cottbuserin Susann Panzer (jetzt RV „Werner Otto“ Berlin). „Ich bin sehr zufrieden. Ein erster und vierter Rang beim Weltcup können sich sehen lassen“ , freute sich die 21-Jährige, die heute Mittag aus England in Cottbus zurückerwartet wird.
Am Freitag hatte die Polizeimeister-Anwärterin des Bundesgrenzschutzes fast ein kleines Stück Sportgeschichte geschrieben. Als erste deutsche Frau überhaupt gewann die ehemalige Junioren-Weltmeisterin einen Weltcup im Sprint - knapp zehn Wochen vor der Bahn-Weltmeisterschaft (24. bis 27. März in Los Angeles) kein schlechtes Omen. Zumal mit der späteren Zweiten und Vorjahressiegern Victoria Pendeleton (Großbritannien), Ex-Weltmeisterin Natallia Tsylinskaya, der Olympia-Zweiten Tamilla Abassova (Russland) und der Olympia-Siebten Simona Krupeckaite (Litauen) das „Who is who“ im Frauen-Sprint am Start war. Von den Spitzenfahrerinnen ließ nur die Olympia-Dritte Anna Meares (Aus tralien) Manchester aus.
„Es waren fast alle da. Deshalb bin ich hoch zufrieden“ , bekräftigte Muche deshalb gestern noch einmal. „Ich hab jetzt allen Kritikern gezeigt, dass ich bei den Frauen angekommen und mithalten kann“ , so die amtierende deutsche Meisterin, die im Sommer zwölf kg abnahm ( „Ich fühle mich jetzt wohler.“ ) und sich seitdem Stück für Stück verbessert hat. Platz drei zum Auftakt der Weltcup-Saison in Moskau Anfang November deutete ihr Potenzial bereits an. „Das war die beste Christin Muche, die ich bisher gesehen habe“ , lobte Bundestrainer Detlef Uibel (Illmersdorf) in Manchester, der diese Woche seinen WM-Kader vorschlagen wird und in dem Muche einen Platz sicher haben dürfte.
Für einen Lichtblick sorgte auch der deutsche Bahnvierer. Christian Bach (Erfurt), Robert Bengsch, der aus Finsterwalde stammende Henning Bommel (beide Berlin) und Leif Lampater (Heilbronn) gewannen das "kleine Finale". In 4:09,327 Minuten war das Quartett in der 4000-m-Mannschaftsverfolgung fast fünf Sekunden schneller als die Niederlande. Sieger wurde Gastgeber Großbritannien. Susann Panzer belegte zudem im 500-m-Zeitfahren den achten Platz in mäßigen 36,455 Sek.