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| 14:21 Uhr

Leichtathletik
Möldner-Schmidts Finaltraum geplatzt

FOTO: dpa / Michael Kappeler
Berlin. Der Traum der Cottbuserin Antje Möldner-Schmidt von der Final-Teilnahme bei den Europameisterschaften in Berlin ist geplatzt. Im Vorlauf über 3000 Meter Hindernis war für sie Schluss. Die 34-Jährige war mit einem Handicap auf die Strecke gegangen. Von Jan Lehmann

Die Cottbuserin Antje Möldner-Schmidt hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin den Endlauf über die 3000 Meter Hindernis klar verpasst. Die Europameisterin von 2014 landete am Freitagvormittag in ihrem Vorlauf im Berliner Olympiastadion auf Rang 14. Die Läuferin vom LC Cottbus erreichte dabei eine Zeit von 9:52,79 Minuten. Ihr Saisonbestleistung liegt bei 9:39,25Minuten.

Schnellste der beiden Vorläufe war die Schweizerin Fabienne Schlumpf (9:32,32 min). Die deutsche Titelverteidigerin Gesa-Felicitas Krause (9:33,51 Minuten) erreichte ebenso wie Elene Burkard (9:34,63 Minuten) den Endlauf am Sonntagabend.

Antje Möldner-Schmidt wird nach dem missglückten Comeback auf der internationalen Bühne vier Jahre nach ihrem EM-Triumph von Zürich dann nur auf der Tribüne sitzen. Doch die 34-Jährige nahm das Aus bemerkenswert sportlich und sagte: „Trübsal blasen hilft mir jetzt nicht weiter.“ Eine schwere Erkältung hatte ihr in den vergangenen Tagen zu schaffen gemacht. Statt am Montag das Abschlussprogramm zu absolvieren, musste sie erneut beim Arzt vorstellig werden. Auch am Freitagvormittag hustete die Cottbuserin noch stark – so war an die Finalteilnahme nicht zu denken.

FOTO: Mirjam Danke

Antje Möldner-Schmidt sagte danach gegenüber der RUNDSCHAU: „Theoretisch hätte ich gar nicht an den Start gehen sollen. Aber ich habe es versucht, weil ja hier auch meine Familie und Freunde im Stadion waren.“

Auf der Strecke hielt sich die Cottbuserin von Beginn an im hinteren Teil des Feldes, während ihre deutsche Teamkollegin Alena Burkard überraschend Tempo machte. Antje Möldner-Schmidt berichtete: „Ich habe gleich gemerkt, dass nicht so viel möglich ist. Aber auf der Paradestrecke steigt man nicht aus. Da habe ich versucht, wenigstens eine akzeptable Zeit zu laufen. Aber selbst das ist nichts geworden. Es tut mir auch Leid fürs Publikum, dass ich nicht meine Höchstleistung abrufen konnte.“

Die 34-Jährige, die sich wohl zuvor bei ihrer kleinen Tochter angesteckt hatte, gab sogar zu, dass sie zwischendurch kurz ans Aufgeben gedacht hatte. Doch sie besann sich und erklärte: „Wenn man das einmal macht, macht man das immer wieder. Bei mir ist gesetzt, dass ich durchlaufen will.“ Zumindest das hat sie getan, und so für sich persönlich ein versöhnliches Ende bei dieser Heim-EM in Berlin gefunden.