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| 18:26 Uhr

Leichtathletik
Möldner-Schmidt vor letztem Härtetest

Auf Jana Sussmann (l.) und Elena Burkard könnte Antje Möldner-Schmidt (vorn rechts), wie hier in Rehlingen, auch in Nürnberg treffen.
Auf Jana Sussmann (l.) und Elena Burkard könnte Antje Möldner-Schmidt (vorn rechts), wie hier in Rehlingen, auch in Nürnberg treffen. FOTO: Imago Sportdienstfoto GmBH / BEAUTIFUL SPORTS/Axel Kohring
Cottbus. Die Cottbuser Hindernisläuferin misst sich am Sonntag in Nürnberg mit der nationalen Konkurrenz. Von Mirjam Danke

Für Antje Möldner-­Schmidt steht an diesem Sonntag der letzte Härtetest vor der Europameisterschaft in Berlin an. Um 16.55 Uhr (ZDF) fällt bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg der Startschuss für das Rennen über 3000 Meter Hindernis. Die Athletin des LC Cottbus kann den Wettkampf im Grunde befreit in Angriff nehmen, denn das EM-Ticket hat sie längst in der Tasche.

Dennoch ist der Lauf im Max-Morlock-Stadion für die 34-Jährige, die noch einmal international angreifen will, kein gewöhnlicher. Nach ihrer Babypause hat sie bislang vier Hindernisrennen absolviert und sich in mehreren Trainingslagern, zuletzt in St. Moritz, in Topform gebracht. „In Nürnberg werde ich jetzt sehen, wo ich innerhalb der nationalen Konkurrenz stehe“, erklärt sie, „ich kann in die Wettkampfszene reinschnuppern und Erfahrungen sammeln.“ Es wird also tatsächlich ein Härtetest für die Cottbuserin auf dem Weg zur EM Anfang August in Berlin.

Allerdings ist das Hindernisrennen in Nürnberg auch eine kleine Wundertüte. Erst 90 Minuten vor dem Start werde vermutlich feststehen, welche Mitfavoritinnen tatsächlich auf die Strecke gehen werden. Die Titelverteidigerin Gesa Felicitas Krause ganz sicher, auch Jana Sussmann; hinter der Jahresschnellsten Elena Burkard steht hingegen noch ein Fragezeichen.

Schwierig vorherzusagen, wo sich Antje Möldner-Schmidt, die Europameisterin von 2014, dort einreihen wird. Das hängt dann auch vom Wettkampfverlauf ab. „Wenn es ein langsames Rennen ist, kann jeder mitlaufen und hinten raus noch spurten“, verdeutlicht sie. „Ich lasse das einfach auf mich zukommen und gebe auf jeden Fall mein Bestes.“ Sollte sie tatsächlich ganz vorne landen, wäre es ihr sechster Meistertitel über diese Distanz, den letzten holte sie 2014.

Eine Medaille ist Antje Möldner-Schmidt indes schon jetzt sicher. Bei den Titelkämpfen in Nürnberg soll ihr am Wochenende nachträglich EM-Silber von 2012 überreicht werden. Damals holte sie eigentlich Bronze – hinter der nun wegen Dopings disqualifizierten Ukrainerin Switlana Shmidt.