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Messi & Co. in der "Risiko-Zone"

Könnte bei der WM 2018 fehlen: Weltfußballer Lionel Messi.
Könnte bei der WM 2018 fehlen: Weltfußballer Lionel Messi. FOTO: dpa
Buenos Aires. Eine WM ohne Argentinien und Messi? Das droht dem Superstar mehr denn je nach einem peinlichen Remis gegen das Tabellenschlusslicht aus Venezuela. Jens Marx und Georg Ismar

Lionel Messi schlug die Hände über dem Kopf zusammen und schlich vom Rasen des Estadio Monumental in Buenos Aires. Die Fußball-Nation Argentinien ist entsetzt. Der zweimalige Titelträger droht die WM-Endrunde 2018 in Russland zu verpassen. Nur 1:1 gegen Venzuela, Platz fünf in der Qualifikationsgruppe. "Messi leidet. Wir auch", kommentierte die argentinische Sportzeitung "Olé".

Es wäre der Komplett-Albtraum von Messi. Nach 2006, als er bei der WM in Deutschland nur Ersatzspieler war, führte er Argentinien zu den folgenden Turnieren. Wenngleich mit unterschiedlichem Erfolg: 2010 scheiterten Messi & Co. wie 2006 im Viertelfinale an Deutschland. Vor gut drei Jahren kam es in Rio im Finale zum Wiedersehen, wieder mit dem schlechteren Ende für seine Argentinier.

In Russland ist die südamerikanische Fußball-Nation womöglich gar nicht mit dabei. Zuletzt fehlte der 16-malige WM-Teilnehmer 1970 bei der WM in Mexiko. "So haben wir es nicht verdient", meinte "Olé". Für "La Nacion" befindet sich die Mannschaft von Trainer Jorge Sampaoli in der "Risiko-Zone: Auf dem Platz und in der Tabelle läuft es ausgesprochen schlecht." Immerhin kam es nicht zur totalen Blamage gegen Venezuela, dem sportlich wenig gelang: Ein Sieg aus 16 Spielen, 18:35 Tore, 8 Punkte. Zwei davon gegen Argentinien, denn schon im Hinspiel hatte sich Venezuela ein 2:2 erkämpft. Diesmal rettete ein Eigentor von Rolf Feltscher (54.) die Argentinier.

Doch nicht nur für Lionel Messi und Argentinien sieht es äußerst kritisch aus in Südamerika. Noch einen Punkt hinter den Himmelblau-Weißen liegt Chile um den Bayern-Star Arturo Vidal. Aber nur die ersten vier Teams qualifizieren sich direkt. Der Fünfte muss in einen Playoffs gegen ein Team aus Ozeanien antreten; dort steht Neuseeland bereits als Gegner fest.