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Meister Schäfer triumphiert bei den Lausitz-Festspielen

Stefan Schäfer wurde mit Schrittmacher Peter Bäuerlein in Nürnberg zum vierten Mal in Folge Deutscher Meister der Steher. Das ist zuvor noch keinem anderen Sportler gelungen.
Stefan Schäfer wurde mit Schrittmacher Peter Bäuerlein in Nürnberg zum vierten Mal in Folge Deutscher Meister der Steher. Das ist zuvor noch keinem anderen Sportler gelungen. FOTO: Imago/img1
Nürnberg. Die Deutschen Meisterschaften der Steher in Nürnberg waren am Wochenende echte Lausitz-Festspiele. Das Podium um den alten und neuen Meister Stefan Schäfer und Schrittmacher Peter Bäuerlein war fest in Lausitzer Hand und der nächste Beleg dafür, dass der Steher-Sport in unserer Region eine Hochburg hat. pm/jal

Hauptsächlich verantwortlich ist dafür der PSV 1893 Forst, der am kommenden Wochenende das prestigeträchtige Europa-Kriterium auf der Forster Radrennbahn austrägt.

Dann wird der Lokalmatador Stefan Schäfer vom RK Endspurt Cottbus wieder der große Favorit sein. Gemeinsam mit seinem Schrittmacher Peter Bäuerlein wurde der 31-Jährige in Nürnberg zum vierten Mal in Folge Deutsche Meister der Steher. Bei den Titelkämpfen auf der altehrwürdigen Nürnberger Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller verteidigten die Europameister ihren DM-Titel. Vizemeister wurden Franz Schiewer (RK Endspurt Cottbus) und Gerd Gessler. Bronze holte sich in Nürnberg mit Nico Heßlich (RSC Cottbus) und André Dippel ebenfalls ein Lausitzer Team.

Im Finale der Deutschen Meisterschaft arbeiteten sich die Favoriten schnell nach vorne. Nach zwei Drittel der Distanz griffen der Cottbuser Titelverteidiger Stefan Schäfer hinter Schrittmacher Peter Bäuerlein das Duo Schiewer/Gessler an, das dem hohen Tempo in diesem Moment nichts mehr entgegensetzen konnte, souverän aber Rang zwei verteidigte. Das Rennen war damit entschieden. "Wir haben alles auf eine Karte gesetzt und es hat geklappt", sagte Schäfer nach dem Rennen.

Schiewer/Gessler blieben als einzige mit den Siegern in einer Runde, während die Drittplatzierten drei Rundenverluste aufwiesen. "Dieses Jahr war ich mir vorher nicht so sicher, dass es mit dem erneuten Titelgewinn klappen könnte. Ich war letzte Woche krank. Aber ich habe mich rechtzeitig erholt und die schnelle Nürnberger Bahn kam mir entgegen", berichtet Stefan Schäfer. Mit dem vierten Titelgewinn stellten Stefan Schäfer und Peter Bäuerlein auch einen Rekord auf: Bisher konnte kein Gespann viermal hintereinander die Deutsche Steher-Meisterschaft gewinnen.

"Schäfer und Schiewer haben wie schon bei der EM in Paris ein souveränes Rennen gezeigt - mit dem besseren Ausgang für Schäfer/Bäuerlein. Diese Leistung ist auch in Richtung Heim-EM in Berlin vielversprechend, auch wenn bis dahin noch einige Zeit vergeht", bilanzierte Mario Vonhof, Beauftragter für Steher- und Dernysport im Bund Deutscher Radfahrer (BDR)

Der Cottbuser Nico Heßlich zeigte sich mit dem dritten Rang in Nürnberg zunächst etwas enttäuscht, konnte sich aber dann doch noch über Bronze freuen. "Ich hatte mir mehr erhofft", bekannte der 26-Jährige. "Wir haben gepokert und ich habe meine Karten früh gespielt, aber es war kein gutes Blatt."