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Mehmet Scholl wieder als Experte vor ARD-Kamera

Wieder da: Mehmet Scholl.
Wieder da: Mehmet Scholl. FOTO: dpa
München. Mehmet Scholl hat seine eigene Sicht der Dinge. Dafür bezahlt die ARD ihn als TV-Experte. dpa/swr

Doch das bereitet auch mal Ärger. Zuletzt beim Confed Cup, als der ehemalige Fußball-Nationalspieler zwei Sendungen schwänzte, weil ihm die Doping-Berichterstattung missfiel. Es bedurfte einiger Gespräche, ehe Scholl nun wieder vor die Kamera darf. "Wir schätzen und mögen Mehmet mit seinen Ecken und Kanten", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky am Dienstag. "Mehmet ist uns sehr wichtig."

Mahnende Worte waren aber auch nötig. "Wir hatten eine Reihe von Gesprächen", erklärte Balkausky. Die Redaktion sei "für den Inhalt zuständig, die Experten für die Meinung". "Er muss den Inhalt und die redaktionelle Hoheit akzeptieren." Scholl habe zugesagt, "dass das nicht wieder passieren wird".

Passiert war folgendes: Scholl war Ende Juni nicht bei den Halbfinalspielen als Experte an der Seite von Matthias Opdenhövel aufgetreten. Im Bayerischen Rundfunk erklärte Scholl seine Weigerung. Er habe damals zu einem geplanten Doping-Bericht gesagt: "Ich möchte, dass diese Story für diesen schönen Tag draußen bleibt. Da haben die gesagt, die bleibt nicht draußen und ich darf mich nicht einmischen. Da habe ich gesagt: Ich gehe. Und dann bin ich gegangen."

Einsichtig klingt der 46-Jährige nicht. "Immer, wenn ein gewisser Sender das Programm macht, fangen wir grundsätzlich mit negativen Storys an", behauptete Scholl. Dass er damit den WDR kritisierte, ist kein Geheimnis. Konkret war es vor dem Halbfinale beim Confed Cup um einen Bericht über Doping in der russischen Nationalmannschaft bei der WM 2014 gegangen.

Sein Comeback gibt Scholl nun bei der Live-Übertragung der DFB-Pokal-Partie Hansa Rostock gegen Hertha BSC am Montag.