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| 01:00 Uhr

McDonald vor Debüt im Füchse-Tor

Mit einem neuen Torwart, einem neuen Hoffnungsträger und neuem Mut wollen die Lausitzer Füchse ihre Talfahrt in der 2. Liga beenden. Der erste Schritt des Neuanfangs nach der Länderspielpause soll heute im Heimspiel gegen die Moskitos Essen (19.30 Uhr) gemacht werden. Vor seinem Debüt im Füchse-Tor steht dabei Nolan McDonald, der in der vergangenen Woche verpflichtet wurde. Publikumsliebling Sean Gagnon wird morgen in Weißwasser zurückerwartet. Von FRANK NOACK

Nach nur zwei Trainingseinheiten auf dem Eis des Fuchsbaus hat sich Cheftrainer Fred Carroll festgelegt. Er wird bereits heute den Wechsel im Tor vollziehen und seinem kanadischen Landsmann Nolan McDonald trotz fehlender Spielpraxis im Kellerduell gegen den Tabellen-Zwölften das Vertrauen schenken. „Nolan hat im Training einen guten Job gemacht. Er ist ein erfahrener Mann und weiß, worauf es ankommt“ , sagt Carroll. „Körperlich ist er trotz der achtmonatigen Pause fit. Ihm fehlt lediglich die Spielpraxis. Aber die kann er sich nur im Wettkampf holen.“
Um McDonald zu einem gelungenen Einstand im blau-gelben Trikot zu verhelfen, sei die gesamte Mannschaft gefragt. „Sie muss ihn mit einer starken Defensivleistung unterstützen“ , fordert Carroll, dessen Team in 16 Partien bereits 67 Gegentreffer kassiert hat. Der Wechsel im Tor führt dazu, dass Sebastian Elwing auf der Bank sitzen wird. Ronny Glaser bleibt nur der Platz auf der Tribüne. Ersetzen müssen die Gastgeber ihren Kapitän Mattias Wikström. Er ist wegen einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gesperrt. Pavel Vait laboriert erneut an Knieproblemen und kann heute Abend ebenfalls nicht spielen.
Ungeachtet dessen wollen die Lausitzer Füchse nach der achttägigen Spielpause heute die Wende einleiten. „Wir haben jetzt die Chance, einen Neuanfang zu machen“ , betont Trainer Fred Carroll, zumal ihm ab morgen mit Rückkehrer Sean Gagnon eine weitere Verstärkung zur Verfügung steht. Das Raubein aus Kanada landet um 10.10 Uhr auf dem Flughafen in Dresden. Gagnon will am Freitag im Heimspiel gegen den SC Bietigheim/Bissingen die Fans wieder mit seiner knallharten Spielweise begeistern.
Doch klar ist auch: Nach 15 Niederlagen in 16 Spielen stehen alle Beteiligten im Fuchsbau unter gewaltigem Erfolgsdruck. Deshalb bemüht sich der bisherige Topscorer Lars Müller erst gar nicht, die komplizierte Situation schön zu reden. „Wir müssen endlich anfangen zu gewinnen“ , appelliert er. „Sonst wird es eine ganz hässliche Saison für uns alle.“

Zur Sache Geht Kulabuchov?
Rekord-Stürmer Vadim Kulabuchov denkt über einen Abschied aus Weißwasser nach. Der 36-jährige Ukrainer hat ein Angebot des Regionalligisten Adendorfer EC vorliegen. „Die Sache reizt mich. Aber es ist noch nichts entschieden“ , sagt Kulabuchov.
Mit 199 Toren erzielte er so viele Treffer wie kein anderer Profi im Weißwasseraner Trikot. Seit 1995 hat Kulabuchov insgesamt 465 Spiele für die Lausitzer bestritten.
Der Routinier erhielt für die laufende Saison keinen Profivertrag mehr und arbeitet als Nachwuchstrainer.