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| 16:07 Uhr

Radsport
Levy kämpft gegen den Wind, Kasper mit Schmerzen

Der Cottbuser Maximilian Levy hatte bei den Sixdays in London viel Spaß.
Der Cottbuser Maximilian Levy hatte bei den Sixdays in London viel Spaß. FOTO: Simon Dael / imago/Focus Images
Cottbus. Beide Lausitzer fehlen beim Bahnrad-Weltcup am Wochenende im polnischen Pruszkow. Das nächste Ziel heißt Manchester. Von Frank Noack

Selbst für einen frisch gebackenen Europameister scheint nicht jeden Tag die Sonne – schon gar nicht Anfang November hier in Cottbus. Auf seinem Facebook-Kanal hat Maximilian Levy jetzt ein Video veröffentlicht, das einen kleinen Einblick in seinen derzeitigen Trainingsalltag gibt. „Nachdem ich auf den schönen Radrennbahnen in Berlin und London bei vollbesetzten Hallen viel Spaß hatte und immer schöne Musik gehört habe, hat mich der Alltag nun wieder“, erzählt Levy in die Kamera. „Die Radrennbahn in Cottbus, ganz allein, leichter Regen, Gegenwind – und ich drehe hier meine Runden.“

Bei der Bahnrad-Europameisterschaft in Berlin hatte er sich vor zwei Wochen den Titel im Keirin geholt, anschließend war der 30-jährige Cottbuser beim Londoner Sechstagerennen am Start. Beim Weltcup, der von Freitag bis Sonntag im polnischen Pruszkow ausgetragen wird, ist Levy dagegen nicht am Start. Sein nächstes Ziel ist in einer Woche dann der Weltcup in Manchester (Großbritannien).

Romy Kasper (29) muss sich noch gedulden, ehe sie nach ihrem schweren Sturz bei der EM in Berlin wieder auf das Rennrad steigen darf. Die dritte Rippe links gebrochen, die vierte Rippe angebrochen und die Lunge gequetscht – das ist die schmerzhafte Diagnose. Derzeit erholt sich Kasper zu Hause in Forst von dem Sturz. „Inzwischen sind die Schmerzen erträglich“, berichtet sie. Auf den geplanten Start beim Sechstagerennen in London sowie den Weltcup in Pruszkow muss die Forsterin schweren Herzens verzichten. Ihr Ziel ist der Weltcup in Manchester (10. bis 12. November).

Romy Kasper erholt sich nach ihrem Sturz auf der heimischen Couch.
Romy Kasper erholt sich nach ihrem Sturz auf der heimischen Couch. FOTO: Steffi Ludwig / Medienhaus Lausitzer Rundschau

In Pruszkow ist ab Freitag mit Lisa Küllmer (24), Eric Engler (26) und Robert Förstemann (alle RSC Cottbus) nur ein Lausitzer Trio am Start. Alle drei waren auch schon bei der EM im Einsatz. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) startet in Pruszkow mit insgesamt 19 Sportlern, elf Männer und acht Frauen. Angeführt wird das Aufgebot von Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin Kristina Vogel.

Sprint-Bundestrainer Detlef Uibel muss allerdings etwas umdisponieren. Denn neben Levy fehlen auch auch die neue Zeitfahr-Europameisterin Miriam Welte und der WM-Fünfte im Sprint, Max Niederlag. Welte muss Polizeidienst leisten, Niederlag wird nach einer Virus-Erkrankung noch geschont. Das deutsche Teamsprint-Duo der Frauen bildet deshalb die 19-jährige Pauline Grabosch gemeinsam mit Vogel.

Frauen-Bundestrainer André Korff muss zum Weltcup-Auftakt neben Kasper auch auf Lisa Brennauer verzichten, die ebenfalls bei der EM in Berlin gestürzt war und deshalb eine Pause einlegt. Im Einsatz sind diesmal Gudrun Stock, Charlotte Becker, Lisa Klein, Franziska Brauße, Tatjana Paller und eben Lisa Küllmer. Wenn alles planmäßig läuft, wird beim nächsten Weltcup in Manchester aus dem ­Lausitzer Trio wieder ein Quintett – mit Kasper und Levy.

Anschließend folgen in diesem Winter noch drei weitere Weltcup-Stationen in Milton (Kanada, 2./3. Dezember), Santiago de Chile (9./10. Dezember) sowie Minsk (Weißrussland/19. bis 21. Januar).