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Magdeburg prüft Vorverkauf für Rostock-Spiel

Magdeburg. Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg will nach den schweren Fan-Krawallen beim DFB-Pokalspiel zwischen Hertha BSC und Hansa Rostock den Kartenvorverkauf für das Ligaduell gegen die Hanseaten überprüfen. dpa/sh

Die Fanszene Rostock hatte in einem Brief mitgeteilt, dass die eigentlich für das Spiel am 9. September ausgeschlossenen Hansa-Anhänger an fast 1000 Eintrittskarten gekommen seien. "Wir haben das zur Kenntnis genommen und prüfen das", sagte FCM-Pressesprecher Norman Seidler am Dienstag.

Der freie Vorverkauf soll demnächst beginnen. "Wir sind in Abstimmung mit dem DFB und Hansa Rostock und werden prüfen, inwieweit wir da noch was verändern können. Bei einem freien Vorverkauf gibt es noch gewisse Maßnahmen, die man umsetzen kann. Aber irgendwann ist es dann auch schwierig", sagte Seidler.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte die Rostocker wegen erneuter Fan-Krawalle mit Gästeblocksperren für die Drittliga-Partien in Magdeburg und beim FC Carl Zeiss Jena belegt. In dem Rostocker Brief hieß es: "Gemeinsam mit der Fanszene aus Magdeburg werden wir am 9. September ein Zeichen setzen. Jegliche Rivalität wird an diesem Tage außen vor bleiben und es wird Ziel sein, unter anderem dieses beispielhafte Urteil ad absurdum zu führen." Die Fans sprechen von einer "Bestrafungsspirale des DFB".