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Radsport
Luttuschka erlebt rabenschwarzen Tag

Den Start beim Radcross-Weltcup im niedersächsischen Zeven hatte sich Larissa Luttuschka (RSV Finsterwalde) etwas anders vorgestellt. Die 20 Jahre alte Radsportlerin landete beim Sieg der belgischen Weltmeisterin Sanne Cant mit Runden-Rückstand nur auf dem 51. Rang.
Den Start beim Radcross-Weltcup im niedersächsischen Zeven hatte sich Larissa Luttuschka (RSV Finsterwalde) etwas anders vorgestellt. Die 20 Jahre alte Radsportlerin landete beim Sieg der belgischen Weltmeisterin Sanne Cant mit Runden-Rückstand nur auf dem 51. Rang. FOTO: Naima Wieczorreck
Zeven.. Beim Radcross-Weltcup im niedersächsischen Zeven landet die Finsterwalderin nur auf dem 51. Rang. Von Jochen Willner

Den Start beim Radcross-Weltcup im niedersächsischen Zeven hatte sich Larissa Luttuschka (RSV Finsterwalde) etwas anders vorgestellt. Die 20 Jahre alte Radsportlerin landete beim Sieg der belgischen Weltmeisterin Sanne Cant mit Runden-Rückstand nur auf dem 51. Rang. „Das war sehr enttäuschend und es ist mir ein Rätsel, wie das passieren konnte“, sagte Luttuschka. Die Auszubildende zur medizinisch-technischen Angestellten war nach den fünf Runden auf dem anspruchsvollen Kurs niedergeschlagen.

Die Tränen standen ihr am Ende in den Augen. Sie schüttelte immer wieder den Kopf und wirkte einfach nur ratlos. „Ich hatte noch einen guten Start, aber dann war ich plötzlich ganz hinten“, erzählte Luttuschka. Die deutsche Meisterin der U 23, die zum dritten Mal beim Weltcup die Farben des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) vertreten durfte, hatte sich diesmal vor heimischer Kulisse einiges vorgenommen. „Die Vorbereitung war gut, ich hatte auch ein gutes Gefühl, aber irgendwie musste ich mich nach dem Start nur noch quälen und kam nicht voran“, meinte Luttuschka. Sie sah sich auch in einer aufsteigenden Form. Zuletzt belegte sie beim Deutschland-Cup in Kleinmachnow im Frauen-Rennen die Plätze fünf und sechs und verteidigte mit 232 Punkten vor den beiden letzten Wettbewerben in Herford und Vechta am 30./31. Dezember die Spitze im Deutschland-Cup der U 23-Crosser.

„Mein Ziel ist es, auch international den Anschluss zu finden. Deshalb hatte ich mir auch für den Weltcup einiges vorgenommen“, sagte Luttuschka. Die Rennen im eigenen Land genügen ihr nicht. „Um besser zu werden, brauche ich mehr internationale Rennen.“ Den „Dämpfer von Zeven“, wie sie ihren Auftritt dort bezeichnete, will sie schnell abhaken und nach vorne schauen. „Ich werde hart an mir arbeiten, dass es nächstes Mal besser läuft“. Sie übte direkt nach dem Rennen Selbstkritik. Ob sie beim Weltcup in drei Wochen im belgischen Namur an den Start gehen wird, ist ungewiss. „Bisher wurde ich vom Verband noch nicht nominiert. Aber ich bin bereit“. Dabei kritisierte sie zugleich, weshalb der BDR zum letzten Weltcup in Bogense in Dänemark kein Aufgebot nominiert hatte. „Wenn wir international den Anschluss finden wollen, dann müssen wir die Rennen bestreiten. Nur so können wir besser werden“, sagte sie.

Ihre Ziele für die nächsten Monate hat Larissa Luttuschka formuliert. Ihren Meistertitel möchte sie am 14. Januar 2018 bei den Titelkämpfen im südhessischen Bensheim verteidigen und anschließend das WM-Ticket am 3./4. Februar 2018 für Valkenburg in den Niederlanden lösen.