| 02:43 Uhr

Luhukay gereizt: "Normale Situation"

Hertha-Trainer Jos Luhukay
Hertha-Trainer Jos Luhukay FOTO: dpa
Berlin. Jos Luhukay wirkte am Wochenende angefressen. Der sonst so höfliche und verbind liche Trainer von Hertha BSC schritt – die Baseball-Mütze tief ins Gesicht gezogen – an den Journalisten vorbei und brachte nur mit Mühe ein kur zes "Hallo" hervor. dpa/noc

Das Training seiner Spieler nach der 0:2-Niederlage bei Schalke 04 am Freitagabend verfolgte er mit verschränkten Armen und nachdenklichem Gesicht. Vier Niederlagen bei sechs sieglosen Spielen in Serie machen dem Niederländer zu schaffen. Was ihn aber noch mehr nervt, ist die aus seiner Sicht zu negative Darstellung der Hertha-Situation in den Medien. "Klar müssen wir Ergebnisse erzielen. Kommen die nicht, sprechen die Medien gleich von einer Krise. So fühlen wir uns aber nicht", erklärte Luhukay.

Den Niederländer stört die Erwartungshaltung im Umfeld nach der sehr guten Hinrunde des Aufsteigers mit 28 Punkten und Tabellennrang sechs. "Für uns ist das eine normale Situation. Wir hatten erwartet, dass es mal nicht so gut läuft", erklärte Luhukay. "Wir wissen, woher wir kommen." Doch er ist lang genug im Geschäft, um zu wissen, dass ein solcher Negativlauf schnell seine Eigendynamik bekommt und sich ausweiten kann. "Je länger das Erfolgserlebnis fehlt, desto mehr wird das ein mentales Pro blem", gab der 50-Jährige zu bedenken.

Eigentlich fehlt den Hertha für das Ziel Klassenerhalt nur noch ein Sieg. Mit dann 39 Punkten kann eigentlich nichts mehr passieren. Doch dieser Dreier will der "Alten Dame" einfach nicht gelingen. "Das verfolgt uns seit Wochen", klagte Luhukay. Umso wichtiger wäre es, kommenden Sonntag gegen 1899 Hoffenheim zu gewinnen. "Gegen Hoffenheim müssen wir die Kurve kriegen", sagte Abwehrspieler Sebastian Langkamp.