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LHC-Cheftrainer Rösicke: „Wir greifen jedes Jahr an“

Mit dem finnischen Neuzugang Tommi Sillanpää hat der LHC Cottbus gestern die lange Phase der Saisonvorbereitung aufgenommen. Dietmar Rösicke, Cheftrainer des Handball-Regionalligisten, hat jetzt bis zum 10. September Zeit, eine schlagkräftige Mannschaft zu formen. Von Thomas Juschus

Mittelfristiges Ziel des LHC bleibt der Aufstieg in die 2. Bundesliga - vielleicht schon in der Saison 2005/06. „Wir greifen jedes Jahr an“ , sagte Rösicke gestern.
Bei einem Blick auf den Kader dürfte der LHC zweifellos zu den Favoriten der Regionalliga Nordost/Staffel B gehören - immerhin kommen zwei Nationalspieler hinzu (die RUNDSCHAU berichtete). Mit den Neuzugängen Sillanpää und Vilaniskis Gintautas (Litauen) sowie seit dem Vorjahr Michael Galia, Rudolf Varak und Vladislav Jordak (alle Tschechien) sowie Dimitro Chukrow (Russland) stehen in der Mannschaft künftig sechs ausländische Profis.
Erstmals auf seine neue Mannschaft traf gestern Kreisspieler Sillanpää. Der 27-Jährige - er spielte beim HC Dennis in der 1. finnischen Liga und bestritt 66 Länderspiele - hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2006 unterschrieben und soll vor allem der Abwehr deutlich mehr Halt verleihen. Zweiter Neuzugang ist Vilaniskis Gintautas. Der 34-Jährige spielte zuletzt in Vilnius, hat 76 Länderspiele für Litauen absolviert. Der Rechtshänder, der im linken Rückraum spielen wird, fehlte indes gestern. „Es sind noch einige Details zu klären. Nächste Woche erwarten wir ihn in Cottbus“ , sagte LHC-Geschäftsführer Fritz Bohla, der den 2,02-Meter-Hünen bis Juni 2007 unter Vertrag genommen hat.
„Die anderen Mannschaften schlafen auch nicht. Ich bin im großen Rahmen mit den Verpflichtungen zufrieden - und viel mehr geht auch nicht“ , zeigte sich Rösicke zufrieden. Trotzdem standen gestern drei polnische Gastspieler auf dem Feld (ein Torwart, zwei Feldspieler), die sich selber angeboten haben. Heute soll über deren sportliche Zukunft entschieden werden.
Darüber hinaus will der LHC-Cheftrainer weiter auf den Nachwuchs setzen. Spieler wie Toni Podpolinski, Christian Möbius und Robert Kählke (zur Zeit bei der A-Jugend-EM in Schweden) sollen weiter gefordert und gefördert werden., hier sei der LHC „beispielgebend“ . Deshalb sehe Rösicke auch keine Gefahr, dass die Identifikation mit der Mannschaft verloren gehe. „Es gibt nur gute und schlechte Handballer“ , sagte der 45-Jährige, der seit Januar die Geschicke beim LHC führt.
Bis zum 23. Juli werden jetzt die athletischen Grundlagen gelegt. Nach einem Kurzurlaub beginnt am 1. August die handballspezifische Vorbereitung. Höhepunkt ist ein Turnier in der Lausitz-Arena am 12./13. August mit SC Ploiesti (Rumänien), US Dunkerque (Frankreich) und HC Zubri (Tschechien). Ein Trainingslager in Perleberg und weitere Testspiele sollen der Mannschaft dann den nötigen Feinschliff für den Punktspielauftakt gegen den HSV Peenetal verleihen.