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Leverkusen bleibt in der Champions-League-Saison weiter ohne Sieg

Stefan Kießling (r.) ärgert sich nach dem Spiel. Trotz guter Chancen gelang Leverkusen kein Tor.
Stefan Kießling (r.) ärgert sich nach dem Spiel. Trotz guter Chancen gelang Leverkusen kein Tor. FOTO: dpa
Leverkusen. Bayer Leverkusen steigert sich in der zweiten Halbzeit deutlich. Gegen Tottenham Hotspur reicht es dennoch nicht zum ersten Saisonsieg in der Champions League. dpa/bl

Bayer Leverkusen hat nicht die erhoffte Trendwende geschafft. Gegen Tottenham Hotspur reichte es für die Werkself gestern Abend vor 28 887 Zuschauern in der BayArena trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit nur zu einem 0:0. Nach dem dritten Remis in der Gruppenphase der Champions League muss der Fußball-Bundesligist um den Einzug in die K.o.-Phase bangen.

Bayer blieb in der ersten Halbzeit hinter den eigenen Ansprüchen wieder zurück. Dabei hatte Trainer Roger Schmidt vor dem Spiel gesagt: "Wir wollen mutig spielen und diese Chance nicht vertun." Seine Idee: Stefan Kießling war überraschend erstmals in dieser Saison in der Startelf dabei.

Gemeinsam mit dem Mexikaner Chicharito stand er seit mehr als fünf Monaten wieder gemeinsam in der Anfangsformation. Doch einen Kießling-Effekt gab es nicht. Bayer spielte in der ersten Halbzeit viel zu umständlich. Der Spielfluss fehlte. Erst kurz vor der Halbzeit hatte Chicharito bei einem Fernschuss eine Torchance (44.). Die Londoner hatten vor dem Spiel großen Respekt vor Leverkusen geäußert. Nach einer taktisch geprägten Anfangsphase bemerkten die Spurs wohl, dass sie vor diesem Gastgeber keine große Angst zu haben brauchen.

Nach einem Zuspiel von Ex-Bayer-Angreifer Heung-Min Son schob Vincent Janssen (10.) ein - doch sein Passgeber stand knapp im Abseits. "In der ersten Halbzeit haben wir besser gespielt. Leverkusen war dann besser. Das Spiel war ein bisschen statisch", sagte Son nach der Partie.

Chancen gab es für die Spurs erstmal genug: Englands Jungstar Dele Alli köpfte frei stehend vorbei (27.). Und dann hatte Bayer gleich doppeltes Glück. Janssen köpfte an die Latte, Erik Lamela (39.) konnte den Abpraller gegen Bernd Leno im Leverkusener Tor nicht verwerten. Bayer stand praktisch ständig in der Defensive.

Schmidt dürfte in der Kabine deutliche Worte gefunden haben. Bayer kam jedenfalls mit viel mehr Schwung auf den Platz zurück und hatte nun selber Pech. Chicharito (48.) scheiterte aus kurzer Distanz an Spurs-Keeper Hugo Lloris. Dass der Ball nicht im Tor war, war nur mit technischen Hilfsmitteln zu erkennen. Lloris parierte auch einen Freistoß-Knaller von Charles Aranguiz (57.). Dann musste Verteidiger Danny Rose gleich zweimal kurz vor der Linie für die Spurs klären.

Leverkusen hatte das Spiel jetzt im Griff, war kombinationsfreudig und torgefährlich. Auch gegen Admir Mehmedi (61.) musste Lloris parieren. Und Kießling: Auch er konnte den Keeper (67.) aus Nahdistanz nicht überwinden. Kurz vor Schluss sprang der Ball von seinem Knie ins Toraus (84.). Spätestens jetzt war das 0:0 schmeichelhaft für die Spurs.