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| 02:39 Uhr

Leichtathleten kämpfen in Erfurt um WM-Startplätze

Erfurt. Die 117. deutschen Meisterschaften der Leichtathleten finden am Wochenende in Erfurt statt. dpa/sh

Selbst Diskus-Olympiasieger Christoph Harting und 100-Meter-Rekordhalter Julian Reus müssen noch um ihre WM-Tickets für London zittern. Das Fernsehen überträgt live: die ARD am Samstag ab 18 Uhr, das ZDF am Sonntag ab 16 bzw. 17.25 Uhr.

Männer 100 Meter: (WM-Norm 10,12 Sekunden) Bisher erfüllt von: keinem Athleten. Finale: Samstag, 19.35 Uhr. Jetzt gilt es, Julian Reus! Der deutsche Rekordmann muss in Erfurt die Normzeit laufen - sonst ist sein Einzelstart in London in Gefahr. In Stockholm blieb die Uhr bei 9,99 Sekunden stehen - doch der heftige Rückenwind half dabei. Diskuswurf (WM-Norm 65,00 Meter) Bisher erfüllt von: zwei Athleten. Finale: Samstag, 17.45 Uhr. Ausgerechnet Rio-Olympiasieger Christoph Harting hat die Norm noch nicht erfüllt. Doch der Berliner will es seinem Bruder Robert (schon 66,30 Meter) nachmachen und der zweite Harting in London sein.

Speerwurf (WM-Norm 83,00 Meter) Bisher erfüllt von: vier Athleten. Finale: Sonntag: 17.25 Uhr. Vielleicht das Highlight der Titelkämpfe. Motto: Aus Vier mach Drei! Olympiasieger Thomas Röhler strebt seinen sechsten Titel in Serie an, in diesem Jahr warf der Jenaer schon Anfang Mai in Doha deutschen Rekord (93,90 Meter). Auch der Olympia-Vierte Johannes Vetter (Offenburg/89,68 Meter) hat beste Chancen auf das London-Ticket. So verspricht das Duell um den dritten Startplatz die größte Spannung: Andreas Hofmann (Mannheim/88,79) gegen Lars Hamann (Dresden/86,71) - einer fliegt raus, der andere nach London.

Frauen:

100 Meter (WM-Norm 11,23 Sekunden) Bisher erfüllt: von zwei Athletinnen. Finale: Samstag, 19.45 Uhr. Ein Duo ist schon so gut wie durch, dahinter liegen aktuell gleich zehn Sprinterinnen innerhalb von zwei Zehntelsekunden in Lauerstellung. Gina Lückenkemper (Dortmund/11,04 Sekunden) und Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge/11,06) werden wohl den Titel unter sich ausmachen. Titelverteidigerin Tatjana Pinto (Paderborn) - bisher 11,32 Sekunden - muss ihre letzte WM-Chance nutzen.

Diskuswurf (WM-Norm 61,20 Meter) Bisher erfüllt von: sechs Athletinnen. Finale: Sonntag, 15.05 Uhr. Spannung im Ring ist garantiert: Nadine Müller führt die DLV-Bestenliste mit 65,76 Metern klar an, sie musste ihren Start wegen einer Sprunggelenkverletzung aber kurzfristig absagen. Aufgrund der Vorleistung kann sich die Hallenserin berechtigte Hoffnungen auf ihren sechsten WM-Start machen. Damit streiten am Sonntag die fünf besten Frauen hinter Müller praktisch um zwei WM-Plätze.

Speerwurf (WM-Norm 61,40 Meter): Bisher erfüllt von: zwei Athletinnen. Finale: Samstag, 15.35 Uhr. Als Weltmeisterin von 2015 hat die 33 Jahre alte Leverkusenerin Katharina Molitor eine Wildcard, damit können in London gleich vier DLV- Speerwerferinnen starten. Nur Molitor (62,26 Meter) und die deutsche Meisterin von 2016, Christin Hussong aus Zweibrücken (61,91), haben die Norm bisher erfüllt.