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Lausitzring-Auftakt mit gemischten Gefühlen

Großer Medienauflauf am Lausitzring: Mit Air-Race-Weltmeister und den beiden Superbike-Piloten Stefan Bradl und Markus Reiterberger waren hochkarätige Sportler am Dienstag zur Präsentation des Rennkalenders am Ring.
Großer Medienauflauf am Lausitzring: Mit Air-Race-Weltmeister und den beiden Superbike-Piloten Stefan Bradl und Markus Reiterberger waren hochkarätige Sportler am Dienstag zur Präsentation des Rennkalenders am Ring. FOTO: Hubertus Koslowski
Klettwitz. Am Lausitzring wurde am Dienstag der hochkarätige Rennkalender vorgestellt. In der Freude über die Zuschauermagneten DTM, Superbike-WM und Red Bull Air Race mischt sich aber auch die Sorge um die Zukunft des Ringes. jal mit dpa

Am Lausitzring mischt sich die Vorfreude auf ein hochkarätiges Rennsportjahr mit der Sorge um die Zukunft der Strecke. Bei der Präsentation des Rennsportkalenders am Dienstag waren die geplanten Modernisierungsarbeiten am 17 Jahre alten Gelände das heißeste Thema. Josef Meier, geschäftsführender Gesellschafter der Eurospeedway Verwaltungs GmbH, erklärte, dass höhere Investitionen dringend erforderlich seien. "Wir müssen die Strecke an die Anforderungen im modernen Motorsport anpassen." Unter anderem sollen das Asphaltband erneuert und einige Sicherheitsstandards verbessert werden.

Dazu hoffen die Rennstreckenbetreiber auf Hilfe vom Land Brandenburg. Dem Wirtschaftsministerium liegt dafür ein Konzept des international renommierten Rennstreckendesigners Hermann Tilke vor ("Rennstrecken-Guru frisiert den Lausitzring") . Am Ring hofft man auf 10 Millionen Euro aus der Staatskasse - von dort wurden bisher allerdings nur vier Millionen Euro in Aussicht gestellt." Lausitzring-Chef Meier betont: "Das reicht nicht, um die Durchführung von besucherstarken Motorsportveranstaltungen zu sichern."

2017 sind das Motorsport-Festival mit dem Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) und dem ADAC GT Masters (19. bis 21. Mai), die Superbike-WM (18. bis 20. August) und das Red Bull Air Race (16./17. September) die zuschauerträchtigsten Höhepunkte am Lausitzring. Besonders die Superbike-WM erlebt eine Aufwertung durch den Einstieg des ehemaligen Moto2-Weltmeister Stefan Bradl. Der deutsche Vorzeige-Pilot war zuletzt vor zwölf Jahren auf dem Eurospeedway Lausitz gefahren. Er erklärte am Dienstag: "Ich freue mich sehr auf die Strecke, ich habe wunderbare Erinnerungen daran."