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Lausitzer Vereine verzeichnen jährlichen Zuwachs

Cottbus. Während deutschlandweit die Verbände bislang mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen haben, werden es hier in der Region immer mehr Spieler. Anja Brautschek

Lausitz, eine Region der Tischtennisspieler? Nach den Mitgliederzahlen der Tischtennisvereine in Sachsen und Brandenburg schon. Während deutschlandweit zahlreiche Vereine mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, werden es in Brandenburg und Sachsen Jahr für Jahr mehr Tischtennisspieler. So hat Sachsen innerhalb von fünf Jahren rund 1600 Spieler dazugewonnen. Das zeigen die Statistiken des Landessportbundes. Auch beim Tischtennisverband Brandenburg (TTVB) werden es Jahr für Jahr zwischen 100 und 200 Mitglieder mehr, sagt Günter Nostiz, Geschäftsführer des TTVB. 2017 zählt die Abteilung Tischtennis des Landessportbundes 8855 Mitglieder. Vor fünf Jahren waren es noch 7957 Mitglieder.

Der Verband profitiere vor allem vom Berliner Speckgürtel. Ziehen die in Berlin arbeiten Leute aufs Land, werden oft auch die Kinder in wohnortnahen Vereinen angemeldet. Aus diesem Grund weisen insbesondere Vereine im berlinnahen Raum einen deutlichen Mitgliederwachstum auf. "Auch die Entwicklung nach der Wende spielt eine große Rolle. In dieser Zeit haben sich die Mitgliederzahlen beinahe halbiert. Viele Kreise waren nicht mehr unter unserem Dach", erklärt Günter Nostiz. Nach und nach wurden diese Vereine wieder zurückgewonnen. Zudem werde Wert auf die Nachwuchsgewinnung gelegt. "Die Mini-Meisterschaften sind dabei das wichtigeste Instrument. Jedes Jahr nehmen daran rund 1000 Kinder teil", sagt Nostiz.

Auch viele sächsische Tischtennisvereine beteiligen sich daran, sodass jedes Jahr etwa 30 bis 40 Veranstaltungen organisiert werden. Die Mini-Meisterschaften ist eine vom Deutschen Tischtennisbund etablierte Breitensportaktion und richtet sich an Kinder, die bislang selten oder gar nicht zum Tischtennisschläger gegriffen haben. "Wenn von 1000 Kinder circa 80 bis 100 anschließend in einen Verein eintreten, ist das ein gutes Ergebnis", zeigt Günter Nostiz den Erfolg auf.

Aber auch die Senioren dürfen von den Vereinen nicht vergessen werden. Vereinfachte Wettkampfregeln und gesplittete Altersklassen sollen den Sport über alle Generationen hinweg attraktiv machen. "Wir wollen alle bedenken, denn im Tischtennis finden sich vom Nachwuchs bis zur Großeltern-Generation Hochleistungssportler", sagt Steffen Dörfler, Geschäftsführer des Säschischen Tischtennis-Verbandes (STTV).