ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:03 Uhr

Lausitzer Füchse fahren weiter Achterbahn

Weißwasser.. Wenn es heute Mittag an der Tür zum Fuchsbau in Weißwasser klingelt, dann werden einige Profis vermutlich zusammenzucken. Angesagt hat sich Lothar Heine vom Olympiastützpunkt Cottbus. Er überbringt die Ergebnisse des Fitnesstests aus der vergangenen Woche. Frank Noack

Um 12 Uhr analysiert Heine die Werte zuerst mit Füchse-Geschäftsführer René Reinert und Cheftrainer Fred Carroll. Anschließend werden sie der Mannschaft bekannt gegeben. Seine optischen Eindrücke bei dem Fitnesstest ließen Carroll bereits zu dem Schluss kommen: „Es haben sicher nicht alle Spieler die Anforderungen erfüllt.“
Angesichts der jüngsten Leistungen des Tabellenletzten der 2. Liga spricht einiges dafür, dass diese Vermutung heute Schwarz auf Weiß bestätigt wird. Als Beweis führt Carroll die 3:4-Niederlage nach Verlängerung am Dienstag im DEB-Pokal gegen die Eisbären Berlin heran. Im ersten Drittel schwach, im zweiten ordentlich, im dritten stark - auch gegen den mit vielen Nachwuchsspielern antretenden deutschen Meister fehlte den Füchsen wieder die nötige Konstanz. „Wir müssen lernen, dass ein Spiel nicht nur 20 Minuten, sondern 60 Minuten dauert. Im Moment gleichen die Leistungen einer Achterbahnfahrt“ , kritisiert der Coach und zeichnet ein düsteres Bild für die nächsten Wochen: „Solange wir das nicht in den Griff bekommen, werden wir aus dem Tabellenkeller nicht herauskommen.“
Dabei war für die Füchse der Sieg gegen Berlin förmlich greifbar. Erst 13 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit rettete Rene Kramer die Eisbären mit seinem Treffer zum 3:3 in die Verlängerung. Hier sorgte Richard Mueller nach 1:32 Minuten für die Entscheidung. Bis dahin hatten die Füchse ihre läuferische Unterlegenheit mit Kampf wettgemacht. Am Wollen lag es also nicht, an der physischen Limitierung schon eher. „In den entscheidenden Situationen fehlt der letzte Schritt. Diesen letzten Schritt kann nur derjenige machen, der hundertprozentig fit ist“ , betont Carroll. Und diese Fitness sei nicht beim gesamten Team vorhanden. „In der jetzigen Verfassung sind einige Spieler nicht Zweitliga-tauglich“ , gib der Coach unumwunden zu.
Berlins Co-Trainer Hartmut Nickel lobte dagegen die Vorstellung seiner Youngster als „schnell und spritzig“ . Es war der entscheidende Unterschied zwischen den einstigen Dauerrivalen. Dieses Manko mitten in der Saison zu beheben, ist nicht einfach. Zumal morgen bei den Wild Wings Schwenningen und am Sonntag mit dem Sachsenderby gegen die Eislöwen Dresden die nächsten wichtigen Aufgaben in der 2. Liga anstehen.

Lausitzer Füchse - Eisbären Berlin 3:4 (1:1, 0:1, 2:0/0:1) n.V.

Tore: 1:0 Rochefort (14.), 1:1 Rupprich (18.), 1:2 Schenkel (29.), 2:2 Leyva (46.), 3:2 Wikström (52.), 3:3 Kramer (60.), 3:4 Mueller (62.); Schiedsrichter: Richard Schütz (Moers); Zuschauer: 2750 (ausverkauft); Strafminuten: 18 + 10 (Warren)/12.
Außerdem spielten: Bietigheim - Ingolstadt 4:2, München - Hamburg 4:1, Regensburg - Iserlohn 3:2 n.V., Schwenningen - Augsburg 1:2, Bremerhaven - Mannheim 0:4, Straubing - Nürnberg 1:6, Düsseldorf - Duisburg wurde beim Stand von 3:0 abgebrochen.