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| 19:28 Uhr

Radsport
Hinze nach Silber „einfach glücklich“

Emma Hinze (l.) präsentierte sich in Berlin in starker Form.
Emma Hinze (l.) präsentierte sich in Berlin in starker Form. FOTO: Frank Hammerschmidt
Radsport. Die Cottbuserin Emma Hinze strahlte am Ende des Bahnrad-Weltcups in Berlin mit ihrer Silbermedaille im Keirin um die Wette. Aber auch die Bilanz von Roger Kluge und Maximilian Levy fiel positiv aus. Von Frank Noack

Einmal Silber, zwei Mal Bronze und viele gute Ansätze: Die Bilanz der Lausitzer Radsportler beim Bahnrad-Weltcup in Berlin fällt sehr ordentlich aus. Nach dem verpatzten Auftakt in der Vierer-Qualifikation durch das Team Brandenburg am Freitag wurde es im Verlauf des Wochenendes sogar glänzend.

Dafür sorgte vor allem die wieder erstarkte Emma Hinze. Nach der Silbermedaille mit Miriam Welte im Teamsprint belegte die Cottbuserin im Sprint einen guten 5. Platz (10,820 Sekunden). Im Viertelfinale schied die 21-Jährige in zwei Läufen erst gegen Europameisterin Daria Shmeleva aus Russland aus. „Emma hat sich hier wieder gut behauptet“, lobt Bundestrainer Detlef Uibel.

Zum Abschluss der dreitägigen Wettbewerbe auf dem Velodrom gab es am Sonntag dann noch einmal Rang zwei im Keirin für Hinze. „Mein großes Ziel war das Finale. Deshalb freue ich mich sehr über diese Silbermedaille“, sagte sie nach dem Sieg der Niederländerin Laurine van Riessen.

Hinze: „Meine Taktik ging auf. Ich bin früh von hinten gekommen und habe versucht, die Position zu verteidigen. Ich bin einfach glücklich.“

Auch die Bronze-Medaillen von Maximilian Levy im Teamsprint und Roger Kluge im Zweiermannschafts-Wettbewerb strahlten vor Zufriedenheit. Kluge, der gemeinsam mit Theo Reinhardt im März den WM-Titel geholt hatte, erklärte nach der 30-Kilometer-Distanz: „Es war kurz und knackig. Wir haben etwas den richtigen Moment für die Attacke verpasst. Aber wir sind zufrieden. Wir stehen wieder auf dem Podest und sammeln weiter fleißig Punkte für die Olympia-Qualifikation.“

Der Sieg ging an das dänische Team Lasse Norman Hanse und Casper von Folsach (44) vor den Briten Oli Wood und Mark Stewart (30). Das Rennen hatte einen Schnitt von fast 58 Kilometern pro Stunde.

Auch Maximilian Levy verließ das Velodrom durchaus zufrieden. Am Freitagabend hatte der Routinier einen wichtigen Anteil daran, dass sich das deutsche Teamsprint-Team nach zuletzt schwächeren Ergebnissen mit dem Podiumsplatz diesmal in guter Verfassung präsentierte. Am Sonntag im Sprint-Turnier war für Levy dann im Viertelfinale Endstation. „Mein Ziel war es, hier eine gute Figur abzugeben. Dieses Ziel habe ich mit dem einstelligen Platz erreicht. Mit der Qualifikationszeit von 9,777 Sekunden bin ich ebenfalls zufrieden“, bilanzierte Levy.

Bundestrainer Uibel meinte: „Für Max ist das ein super Ergebnis. Wichtig war auch, dass wir im Teamsprint in Richtung Olympia-Qualifikation wieder wertvolle Punkte sammeln konnten.“

Die einzige deutsche Goldmedaille beim ersten Heim-Weltcup seit 20 Jahren holte etwas überraschend Joachim Eilers aus Chemnitz im 1000-Meter-Zeitfahren (1:00,645 Minuten). Der Cottbuser Eric Engler aus dem Track-Team Brandenburg belegte in 1:01,333 Minuten einen guten fünften Platz.

Moritz Malcharek vom Track Team Brandenburg fuhr am Schlusstag ein beherztes Omnium und wurde am Ende Siebter.

Roger Kluge (l.) und Theo Reinhardt fuhren im Madison auf Rang drei.
Roger Kluge (l.) und Theo Reinhardt fuhren im Madison auf Rang drei. FOTO: Frank Hammerschmidt