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| 17:32 Uhr

Immer im Kreis
Laufen durch ein Lichtermeer

 Soweit die Füße tragen – Den Teilnehmern des Hallenmarathons in Senftenberg wird auch in diesem Jahr wieder ein besonderes sportliches Event mit eindrucksvollen Lichteffekten geboten.
Soweit die Füße tragen – Den Teilnehmern des Hallenmarathons in Senftenberg wird auch in diesem Jahr wieder ein besonderes sportliches Event mit eindrucksvollen Lichteffekten geboten. FOTO: Rasche FOTOGRAFIE / Steffen Rasche
Senftenberg/Hohenbocka. Am Wochenende findet der 13. Hallenmarathon in der Senftenberger Niederlausitzhalle statt. Auch internationale Gäste werden erwartet. Von Jenny Theiler

Wer das Joggen in angenehmer Umgebung liebt oder sich selbst beim Lauf gegen die Zeit immer wieder neu herausfordern möchte, muss im Winter nicht darauf verzichten. Ein breites Angebot an Lang- und Kurzstreckenläufen bietet der alljährlich beliebte Hallenmarathon der Lausitzer Sportevents in der Senftenberger Niederlausitzhalle. Auch in diesem Jahr rechnet Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Weidner mit rund 800 Läufern, die von Freitag bis Sonntag die 250 Meter lange Laufbahn beanspruchen werden.

Ob Laufen, Walken oder Fahrradfahren – Freunde des Ausdauersports und solche, die es werden wollen, kommen am kommenden Wochenende voll auf ihre Kosten. „Es heißt zwar Hallenmarathon, aber wir bieten neben den klassischen 42 Kilometern auch noch weitaus mehr an“, sagt Hans-Joachim Weidner. Wer sich auch an einen Halbmarathon noch nicht herantraut, darf zehn, fünf, drei oder auch nur einen Kilometer laufen. Auch Kinderläufe mit 250 Metern oder Paarläufe sind kein Problem. Wem das alles immer noch nicht ausreicht, stellt sich am Freitag dem sagenhaften 100-Kilometer-Lauf.

Für einen vollständigen Marathon in der Niederlausitzhalle müssen 168 Runden gelaufen werden. Das würde ja an ein Laufrad im Hamsterkäfig erinnern, sagen einige Kritiker. Dennoch ist der Hallenmarathon in jedem Jahr sehr begehrt und schnell ausgebucht – so auch 2019. Aber was reizt die Läufer daran, stundenlang in einer Sporthalle im Kreis zu laufen, ohne dabei an der frischen Luft zu sein oder die  Umgebung genießen zu können? „Es ist einfach dieses besondere Flair in der Halle“, sagt Hans-Joachim Weidner. „Wir arbeiten mit besonderen Lichteffekten, die mit Musik und auch Bühnennebel verknüpft werden. Wenn es dunkel wird, kommen die visuellen Effekte richtig gut zur Geltung und machen aus den Läufen für jeden Einzelnen ein besonderes Event“, so der Vorstandsvorsitzende.

Der 3000-Meter-Lauf gehört zu den beliebtesten Läufen und ist meistens bis zu einem Jahr im Voraus ausgebucht. „Wir bekommen dann immer wieder aufs neue lange Briefe, in denen die Teilnehemer uns um eine Ausnahme anflehen“, sagt Hans-Joachim Weidner. Doch Bitten und Betteln nützt nichts, da pro Lauf nur 75  Teilnehmer auf die Bahn dürfen.

Klaus Hauptvogel hatte Glück. Der 67-Jährige hat schon mehrmals am Hallenmarathon teilgenommen und wird am Freitag den Halbmarathon laufen. „Wenn man so seine Runden läuft, trifft man immer wieder auf die Leute, mit denen man beim Start auch schon zusammen gelaufen ist. Es ist eine besondere Dynamik unter den Läufern und man kann sich auf der Bahn besser gegenseitig motivieren, das gefällt mir daran“, sagt der Lausitzer Läufer. Um den großen Sieg geht es ihm dabei allerdings nicht. „Es geht hauptsächlich um den Spaß an der Sache. Ich hoffe aber, dass ich nicht letzter werde“, sagt Klaus Hauptvogel schmunzelnd.

Zudem ist auch die Niederlausitzhalle selbst weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt und beliebt bei Sportlern. „Wir haben Anmeldungen aus Slowenien, Spanien und der Schweiz“, sagt Hans-Joachim Weidner stolz. Neben vielen älteren Läufern – der älteste ist 86 Jahre alt – würden sich allerdings vermehrt auch junge Menschen für den Hallenmarathon begeistern, da der Trend zum Sport am Wochenende gerade bei berufstätigen jungen Familien stetig ansteige.

Das Fortbestehen des 100-Kilometer-Laufs steht jedoch auf der Kippe. „Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 30. Es werden allerdings immer weniger und so langsam rentiert sich der 100-Kilometer-Lauf für uns nicht mehr“, gibt Hans-Joachim Weidner zu. Um den Teilnehmern auch was bieten zu können, ist Engagement, Kreativität und enormer Einsatz in der Organisation gefragt – aber eben auch das nötige Kleingeld.

„Wichtig ist, dass man nicht stehen bleibt und jedes Jahr was Neues bietet“, sagt er. So wird es auch in diesem Jahr sein – sei es die Abwechslung bei der Verpflegung, neue Designs der Medaillen und Pokale oder einfach ein modernisiertes Programm während der Läufe. „Wir wollen die besondere Atmosphäre in dieser Halle hervorheben. Die Teilnehmer sollen sich gern an den Lauf in der Niederlausitzhalle erinnern“, sagt Hans-Joachim Weidner.