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Krisengipfel nach Technik-Blackout

Das Videoassistcenter in Köln – noch gibt es Probleme damit.
Das Videoassistcenter in Köln – noch gibt es Probleme damit. FOTO: dpa
Frankfurt/Main. Der gefeierten Premiere folgte ein Technik-Blackout: Nach massiven Problemen mit dem Videobeweis zum Bundesligaauftakt hat die Deutsche Fußball Liga den Anbieter Hawkeye heftig kritisiert und die Geschäftsführung zu einem Krisengipfel nach Frankfurt einbestellt. "Für die DFL ist diese Situation nicht hinnehmbar", teilte die Dachorganisation des deutschen Profifußballs verärgert mit. dpa/jam

Bei dem Treffen Anfang dieser Woche "sollen die Hintergründe der technischen Schwierigkeiten schonungslos offengelegt und die Konsequenzen für das weitere Vorgehen besprochen werden".

Bei den Partien Hoffenheim gegen Werder (1:0) und Hertha gegen Stuttgart (2:0) kam der Videoassistent erst mit Beginn der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Bei der Partie des Hamburger SV gegen Augsburg (1:0) fiel das technische Hilfsmittel ganz aus. Bei der Bundesligapremiere am Freitagabend hatte das Zusammenspiel zwischen Referee und Videoassistent in der Schlüsselszene des Saisoneröffnungsspiels Bayern München gegen Bayer Leverkusen (3:1) noch prächtig funktioniert. Schiedsrichter Tobias Stieler hatte ein Halten des Leverkuseners Charles Aranguiz an Robert Lewandowski im Strafraum nicht eindeutig wahrgenommen. Nach Rücksprache mit Videoassistent Jochen Drees, der am Bildschirm in Köln die Szene überprüfte, zeigte er dann doch auf den Punkt. Immerhin: Trotz des Blackouts dann am Samstag blieben krasse Fehlentscheidungen aus.