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Kohlenhydrate für die Kreisliga-Koryphäen

Die Profis von Hertha BSC hatten am vergangenen Spieltag eine scheinbar unterschätzte Herausforderung zu meistern. Nicht doch! Die Rede ist keineswegs von Bayern-Bezwinger Hoffenheim.

Womit die Berliner die viel größeren Probleme hatten, war die Anstoßzeit, wurde doch zum ersten Mal ein Bundesliga-Spiel um 13.30 Uhr angepfiffen.

Die Herthaner brauchten etwas länger, um in Schwung zu kommen, weil - und jetzt kommt's - mit dem vorgezogenen Anpfiff auch die kulinarische Vorbereitung auf das Spiel durcheinandergewirbelt wurde. Frühstück diesmal schon um halb Acht und Nudeln nochmal um halb Elf schienen so manchen Hertha-Magen zu überfordern. Marvin Plattenhardt erklärte: "Das war schon eine Umstellung. Wir hatten wenig Zeit, uns auszuruhen." Strapazen, mit denen Amateurfußballer natürlich längst vertraut sind. Wie oft schleppen sich Kreisliga-Koryphäen über den Platz, weil sie nach einer Partynacht ihren Kohlehydrate-Haushalt mit einem Döner aufgefüllt haben? Morgens um Sechs? Schätzungsweise vier Stunden vor dem Ortsderby? Und auch nur, um die Schwindelgefühle nach sieben Whisky-Cola-Mixturen einzudämmen? Da muss sich der Magen wirklich etwas einfallen lassen. Der Magen von Marvin Plattenhardt dagegen kann sich heute wieder entspannen. Hertha spielt erst um 20.30 Uhr.