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| 18:58 Uhr

Radsport
König Levy feiert sich und den kleinen König

Routinier Maximilian Levy (M.) gewann den Teamsprint-Wettbewerb gemeinsam mit den Youngstern Maximilian Dörnbach (l.) und Nik Schröter.
Routinier Maximilian Levy (M.) gewann den Teamsprint-Wettbewerb gemeinsam mit den Youngstern Maximilian Dörnbach (l.) und Nik Schröter. FOTO: Michael Deines / Michael Deines/PROMEDIAFOTO
Dudenhofen. Maximilian Levy aus Cottbus holt drei Medaillen in Dudenhofen. Den Sprint-Titel muss er abgeben – und freut sich trotzdem. Von Frank Noack

Das mit Spannung erwartete Experiment ging nicht nur gut, sondern erlebte auch noch einen goldenen Abschluss. Der Cottbuser Maximilian Levy verteidigte bei den deutschen Bahnrad-Meisterschaften am Sonntag erfolgreich seinen Titel im Keirin. Er holte sich damit seine dritte Medaille in Dudenhofen. Zuvor hatte der 31-Jährige mit dem Chemnitzer Erdgas-Team den Teamsprint-Wettbewerb gewonnen und mit dem Brandenburg-Vierer den 2. Platz in der Mannschaftsverfolgung belegt.

„Diese Meisterschaft stand unter einem ganz anderen Fokus als die früherer Jahre. Mit dem Start in der Mannschaftsverfolgung hatte ich einen anderen Schwerpunkt gesetzt. Trotzdem konnte ich  im Teamsprint und zum Abschuss im Keirin gewinnen. Besser konnte es nicht laufen“, freut sich Levy über den gelungenen Spagat zwischen Kurzzeit- und Ausdauerbereich.

Auf die Verteidigung des Meistertitels im Sprint hatte der Cottbuser am Samstag freiwillig verzichtet, um Kraft zu sparen. Immerhin blieb der Titel in der Königsdisziplin mit dem Sieg von Maximilian Dörnbach innerhalb des Chemnitzer Erdgas-Teams. „Der König ist tot, es lebe der König“, schreibt Levy im sozialen Netzwerk Facebook und ergänzt: „Ich freue mich riesig über meinen Nachfolger im Sprint.“ Die RUNDSCHAU fasst die Ergebnisse aus Lausitzer Sicht zusammen.

Kurzzeit Männer: Trotz des Ausflugs in den Ausdauerbereich zeigte Maximilian Levy seine Stärke. Am Sonntag im Keirin gewann er souverän vor Robert Förstemann vom RSC Cottbus. Am Freitag, also nur 24 Stunden nach seinem silbernen Debüt in der Mannschaftsverfolg, triumphierte das Chemnitzer Erdgas-Trio mit Levy, Nik Schröter und Maximilian Dörnbach im Teamsprint. Für den Cottbuser Nik Schröter war es der erste Titelgewinn in der Eliteklasse. „Es gibt nichts Schöneres, als mit dem richtigen Team den Titel zu holen“, freute sich der 19-Jährige, der seine Ambitionen als Anfahrer untermauerte.

Kurzzeit Frauen: Die Cottbuserin Emma Hinze vom Track Team Brandenburg unterstrich ihre ansteigende Form nach der langen Verletzungspause. Im Keirin-Finale setzte sich Hinze gegen Zeitfahr-Weltmeisterin Miriam Welte durch. „Meine Beine haben sich gut angefühlt. Ich habe daher auf einen Sieg gehofft, aber damit gerechnet habe ich nicht“, erklärt Hinze. Beim Abschluss am Sonntag gab es dann noch Silber im Sprint hinter Welte.

Ausdauer Männer: Der neu formierte Brandenburg-Vierer mit Levy, Henning Bommel, Richard Banusch und Roger Kluge fuhr auf Anhieb zu Silber hinter Seriensieger Heizomat rad-net. Der Vierer mit den Youngstern Leo Appelt, Jonas Bokeloh, Christian Koch und Philipp Weber vom LKT Team Brandenburg belegte Rang vier und erfüllte ebenfalls die Erwartungen. Banusch und Koch holten sich überraschend den Titel im Zweiermannschaftsfahren  vor Bommel/Jonas Malcharek. Im Punktefahren ging Silber an ­Banusch, Bronze an Malcharek.

Ausdauer Frauen: Lisa Küllmer vom RSC Cottbus siegte gemeinsam mit Anna Knauer im Zweiermannschaftsverfahren und holte Silber mit der Vierermannschaft.