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Knapp vorbei am Stanley Cup

Am Sonntag könnten die Füchse den vierten Derbysieg gegen Dresden in Folge schaffen.
Am Sonntag könnten die Füchse den vierten Derbysieg gegen Dresden in Folge schaffen. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Nach dem grandiosen Sechs-Punkte-Wochenende seiner Lausitzer Füchse geht Trainer Hannu Järvenpää mit viel Euphorie in die nächsten Spiele. Jan Lehmann

Gefühlt war das ein Sieg aus der ganz obersten Schublade. Nach dem unerwarteten 5:3-Auswärtserfolg seiner Lausitzer Füchse atmete Trainer Hannu Järvenpää tief durch und zog sogar einen Vergleich zur wichtigsten Trophäe im Eishockey: "Wir haben zwar nicht den Stanley Cup gewonnen. Aber wir haben gegen ein richtig gutes Heimteam immer im richtigen Augenblick das Netz gefunden."

Mit dem Sieg beim Tabellenzweiten vollendeten die Füchse am Sonntagabend ein Sechs-Punkte-Wochenende, das einen weiteren großen Schritt in Richtung Playoffs der DEL2 bedeutete. Und die Hoffnungen der Weißwasseraner Fans dürften angesichts des abgezockten Auftritts ihrer Mannschaft für die bevorstehende K.o.-Runde im März weiter steigen.

Beim "Wunder von Frankfurt", wie die Füchse den Erfolg auf ihrer Homepage euphorisch beschreiben, passte alles zusammen. Nach langer Führung ließen sich die Lausitzer auch nicht von der Aufholjagd des Teams von Ex-Coach Paul Gardner beirren. Im Gegenteil: In der hektischen Schlussphase kassierten die Frankfurter eine doppelte Unterzahl und auch die entscheidenden Gegentreffer.

Beeindruckend: Weißwasser war effizient wie selten und traf bei insgesamt fünf Überzahlspielen gleich dreimal. Und damit zogen sie den Löwen, die zuletzt in zwölf Spielen elfmal gewonnen hatten, die Zähne. Beim Titelanwärter vom Main zollte man mit einem etwas holprigen Wortspiel den Respekt für diese Leistung: "Der Fuchs weiß, wasser tut", hieß es auf der Löwen-Internetseite.

Für Weißwasser steht nun das nächste richtungsweisende Wochenende an. Erst empfangen die Lausitzer am Freitag den SC Riessersee mit dem ehemaligen Füchse-Topscorer Roope Ranta. Und dann geht es am Sonntag zum vierten Sachsenderby nach Dresden. Die bisherigen drei Begegnungen in dieser Saison hat allesamt Weißwasser gewonnen. Jetzt noch der vierte Derbysieg gegen die Eislöwen - das wäre wohl tatsächlich der zumindest gefühlte Stanley Cup für Weißwasser.