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| 02:44 Uhr

"Kleine Anzeichen" bei Schumacher

Michael Schumacher liegt seit mehr als 70 Tagen im Koma.
Michael Schumacher liegt seit mehr als 70 Tagen im Koma. FOTO: dpa
Melbourne. Aufgewacht ist der Ex-Formel-1-Pilot Michael Schumacher noch immer nicht. Die Familie aber hofft natürlich weiter. Auch weil es entsprechende Anzeichen gibt. dpa/jam

Michael Schumacher liegt auch mehr als 70 Tage nach seinem Skiunfall weiter im künstlichen Koma, seine Familie gibt die Hoffnung auf ein Erwachen aber nicht auf. "Es gibt immer wieder kleine Anzeichen, die uns Mut machen. Aber wir wissen auch, dass wir geduldig sein müssen", hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch durch Schumachers Managerin Sabine Kehm.

Mehr als zwei Monate nach dem so folgenreichen Sturz von Schumacher im Skigebiet oberhalb von Méribel in Frankreich seien die "sehr" ernsten Verletzungen immer noch schwer zu begreifen. "Auch weil es eine so banale Situation war, in der Michael verunglückte, nachdem er zuvor so viele brenzlige Situationen überstanden hatte", erklärte Schumachers Familie.

Schließlich kam der Rekordweltmeister in mehr als 300 Rennen in der Formel 1 fast immer unbeschadet davon. Bei seinem schwersten Unfall 1999 in Silverstone hatte sich Schumacher im Ferrari einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen.

Die Familie - Schumacher hat mit Ehefrau Corinna eine Tochter und einen Sohn jeweils im Teenageralter - versuche, "alle Energien, die wir haben, Michael zukommen zu lassen. Wir alle glauben fest daran, dass dies Michael hilft und er auch diesen Kampf gewinnen wird." Wie lange dieser Kampf dauert, spiele keine Rolle.

In Méribel hatte Schumacher eigentlich Silvester und seinen 45. Geburtstag am 3. Januar feiern wollen. Bei seinem Sturz hatte er aber die Kontrolle verloren, nachdem er mit seinen Ski über einen nicht sichtbaren Felsen gefahren war. Danach war Schumacher mit dem Kopf auf einen anderen Felsen geprallt und hatte sich ein schweres Schädel-Hirntrauma zugezogen.