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| 17:42 Uhr

Fußball
Kirschen denkt über Präsidenten-Amt nach

Siegfried Kirschen
Siegfried Kirschen FOTO: Jan Augustin / LR
Cottbus. Chef vom Fußball-Landesverband Brandenburg will im Sommer über erneute Kandidatur entscheiden.

(jal) Siegfried Kirschen, Präsident des Fußball-Landesverbandes Brandenburg (FLB), erwägt eine erneute Kandidatur für den Posten, den er bereits seit 28 Jahren innehat. Am 29. September steht in Cottbus der nächste Verbandstag an. Der 74-Jährige erklärte in einem vom FLB verbreiteten Interview: „Nach 28 Jahren gibt es gute Gründe, sich zu verabschieden, es gibt aber auch gute Gründe, das nicht zu tun.“ Er betonte: Und wir dürfen nicht vergessen, vor unserem Verbandstag finden bis Ende Juni acht Kreistage statt. Die Kreise repräsentieren in ihrer Gesamtheit unseren Verband, so dass es mein ureigenes Anliegen ist, zu sehen, wie die Kreise einschätzen, sich nach unserer Verbandsstruktur entwickelt zu haben.“

Kirschen spricht im Interview zudem über die Debatte zur Regionalliga-Reform und befindet: „Dass wir jetzt vor allem in der diffizilen Frage einer besseren Aufstiegsregelung zur 3. Liga eine Lösung gefunden haben, die eine gerechte Lösung für alle Regionalverbände darstellt, ist das Ergebnis langwieriger, aber auch sachlicher Verhandlungen.“

Kurz vor dem DFB-Bundestag hatten sich die Beteiligten darauf geeinigt, eine Expertenkommission mit der Neuregelung zu beauftragen. Bis dahin gilt eine zweijährige Übergangsregelung: Der FLB-Präsident betont: „Für uns im NOFV war dazu die Voraussetzung, dass es keine Auflösung der Regionalliga Nordost und keine Sonderregelungen für einzelne Verbände geben darf.“

Der ehemalige Schiedsrichter betont: „Ab 2020/21 soll es dann nur noch vier Regionalligen geben, um der Forderung, dass der Meister aufsteigen kann, gerecht zu werden. Dazu wird es im Vorfeld eine Analyse der Spielklassenstruktur unterhalb der 2. Bundesliga geben, um dann unter Einbeziehung auch der 3. Liga eine Struktur zu finden, die den  unterschiedlichen Bedingungen in den Leistungsklassen, den Regional- und Landesverbänden und den Vereinen Rechnung trägt.“

Zur aktuellen Situation in der Regionalliga Nordost sagt Kirschen: „Dass der FC Energie Cottbus souverän seine Kreise zieht, freut mich sehr und ich hoffe, dass die Mannschaft die Tradition der Nordostmeister fortsetzt und in den Relegationsspielen den Aufstieg in die 3. Liga perfekt macht. Das wäre für den Verein und die gesamte Region immens wichtig, weil es eben auch um die sportlichen Perspektiven unserer Talente geht.“

Ebenfalls erfreue ihn die gute Entwicklung in Fürstenwalde: „Die Elf belegt zur Winterpause einen respektablen 5. Platz in der Regionalliga und hat mich mit ihrem Stil, Fußball zu spielen, schon mehrfach beeindruckt“, so Kirschen, der anfügt: „Reserven sehe ich hingegen beim SV Babelsberg 03, dessen Mannschaft zurzeit lediglich Zwölfter ist, und in Luckenwalde muss man wohl leider schon mit dem Abstieg in die Oberliga rechnen.“