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Kerber löst mit Kämpferherz knifflige Aufgabe

Zum WM-Auftakt musste Angelique Kerber gegen Dominika Cibulkova ihr "bestes Tennis spielen".
Zum WM-Auftakt musste Angelique Kerber gegen Dominika Cibulkova ihr "bestes Tennis spielen". FOTO: dpa
Singapur. Angelique Kerber hat das Halbfinale des WTA Finals vor Augen. Im Auftakt-Match gewann sie nach einem harten Kampf gegen die Slowakin Dominika Cibulkova. dpa/jam

Angelique Kerber pustete erst einmal kräftig durch. Sichtlich erleichtert nahm die US-Open-Siegerin auf der Bank Platz, nachdem sie nervenstark und mit riesigem Kämpferherz die erste knifflige Aufgabe bei den WTA Finals gemeistert hatte. Die hochklassige und umkämpfte Tennis-Partie gegen die Slowakin Dominika Cibulkova gewann die erste deutsche Nummer eins seit Steffi Graf vor 19 Jahren 7:6 (7:5), 2:6, 6:3. "Ich musste mein bestes Tennis spielen und bin glücklich, am Ende gewonnen zu haben", sagte sie. Die Kielerin hat nun das Halbfinale dicht vor Augen.

Kerber holte mit viel Mühe und nach 2:17 Stunden Spielzeit den ersehnten Auftaktsieg. Damit schaffte die 28-Jährige auf ihrem angestrebten Weg zum dritten großen Titel in diesem Jahr den ersten kleinen Schritt. "Das war ein sehr enges und schweres Spiel", sagte Kerber nach dem Match. Vor allem im dritten Satz habe sie immer wieder versuchen müssen, positiv zu denken.

Am Dienstag trifft Kerber bei dem mit sieben Millionen Dollar dotierten Event auf die rumänische Weltranglisten-Vierte Simona Halep (13.30 Uhr/ARD). Um bei ihrer vierten Teilnahme am Saisonfinale erstmals in die Vorschlussrunde einzuziehen, muss die Kielerin mindestens Gruppenzweite werden.

Die starke Weltranglisten-Achte Cibulkova verlangte der zweifachen Grand-Slam-Siegerin alles ab. Auch von einem 4:5- und 5:6-Rückstand im ersten, einem klar verlorenen zweiten und einem Break-Rückstand im dritten Satz ließ sich Kerber aber am Ende nicht aufhalten.

Es ist das erste große Event, bei dem die 28-Jährige als Topgesetzte antritt, seitdem sie Mitte September Serena Williams als Nummer eins ablöste. "Ich versuche wirklich, auch alles zu genießen, aber natürlich ist die Situation ein bisschen neu für mich", sagte sie. Nach 77 Tennis-Matches in diesem Jahr sehnt sie sich zudem nach Urlaub.