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Kein Erbarmen am Scharmützelsee

Nur "schlafen und essen können" sollen seine Spieler, betonte Hertha-Trainer Pal Dardai im Trainingslager der Berliner in Bad Saarow.
Nur "schlafen und essen können" sollen seine Spieler, betonte Hertha-Trainer Pal Dardai im Trainingslager der Berliner in Bad Saarow. FOTO: dpa
Bad Saarow. Pal Dardai kennt kein Erbarmen. "Die Spieler werden nur noch schlafen und essen können", kündigte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC schweißtreibende Tage für seine Profis an und betonte: "Wenn jemand noch an etwas anderes denken kann, machen wir was falsch. Andreas Krühler

" Fast schon traditionell legt der Hauptstadtclub die konditionellen Grundlagen für die bevorstehende Saison in Bad Saarow. Am Donnerstag beenden die Berliner ihr erstes Trainingslager und reisen in die Hauptstadt zurück.

Dardai verlässt sich in den Tagen im brandenburgischen Kurort am Scharmützelsee ganz auf Fitnesscoach Henrik Kuchno. Unter dessen Anleitung müssen die Spieler ein hartes Lauf- und Krafttrainingsprogramm absolvieren. Täglich sind drei Einheiten geplant, spätestens am dritten Tag würden die Spieler ihre Beine spüren, sagte er.

Chefcoach Dardai rückt derweil in die Rolle des Beobachters. "In der Bundesliga können wir für ein Spiel nur 18 Mann nominieren", sagte der Ungar, "und da zählt auch, wer hier gut mitmacht". Dardai schürt den Konkurrenzkampf. Auch einige Spieler aus dem Hertha-Nachwuchs sind in den Profikader aufgerückt. Wie etwa Trainersohn Palko Dardai.

Beim 2:0-Sieg im ersten Testspiel am Freitag beim Sechstligisten Oranienburger FC ließ Palko Dardai sein Können bereits aufblitzen. Sehenswert erzielte der 18-Jährige das 1:0-Führungstor nach einer Flanke von Maurice Covic. Der ist der Sohn des ehemaligen Hertha-Profis und heutigen U-23-Trainers Ante Covic.

Der 20 Jahre alte Torhüter Jonathan Klinsmann erhöht im Hertha-Tross die Zahl der Spieler mit prominentem Vater: Der Sohn des Weltmeisters und früheren Bundestrainers Jürgen Klinsmann wird derzeit getestet. Ob er mit einem Profivertrag ausgestattet wird, steht noch nicht fest. "Ich bin zufrieden mit ihm, doch unser Torwarttrainer Zsolt Petry entscheidet", sagte Dardai.

Auch Petry lobte den Juniorennational-Keeper der USA. "Wenn man ihn beobachtet, strahlt er Ruhe und Selbstvertrauen aus. Bisher macht er einen sehr guten Eindruck", so Petry auf Herthas Homepage: "Er hat einen sehr guten rechten Fuß und ist auch technisch und athletisch auf einem guten Niveau."