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| 02:50 Uhr

Kehrmann will auf WM verzichten

Leipzig. Weltmeister Florian Kehrmann will trotz seiner Nominierung für den vorläufigen Kader nicht bei der Handball-Weltmeisterschaft vom 16.

Januar bis 1. Februar in Kroatien spielen. Einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft schließt er aber zurzeit aus. "Von einem Comeback zu sprechen, ist Quatsch. Ich werde mich in den nächsten Tagen mit dem Bundestrainer treffen und die Lage erörtern. Im Moment möchte ich die WM nicht spielen, es sei denn, dass sich Sprenger oder Schröder verletzen. Dann bin ich der Letzte, der sagt, ich mache es nicht", wird der Rechtsaußen des Bundesliga-Zweiten TBV Lemgo am Freitag in der Online-Ausgabe der Tageszeitung "Neue Westfälische" zitiert.

Pause nach Olympia geplantKehrmann hatte nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei den Olympischen Spielen in Peking in Absprache mit Bundestrainer Heiner Brand pausiert und kein Länderspiel mehr bestritten. "Wir haben die Situation erörtert und dann genau diesen Beschluss gefasst", sagte Kehrmann in einem Interview mit dem "Handball-Magazin". Neben Kehrmann hatte der Bundestrainer kürzlich Christian Sprenger (Magdeburg), Christian Schöne (Göppingen) und Stefan Schröder (Hamburg) in den vorläufigen 28-köpfigen WM-Kader berufen. Bis zum WM-Beginn muss er seinen Kader auf 16 Spieler reduzieren. "Heiner hat bei der WM eine einmalige Chance zu testen. Er hat keinen Druck, er hat einen Umbruch eingeleitet. Das ist wie bei der WM in Tunesien 2005 oder bei der EM 2006 in der Schweiz, als wir überraschend Fünfter geworden sind", sagte der 31-Jährige, der jüngst zum zweiten Mal Vater geworden ist. Ganz abgeschlossen hat Kehrmann mit dem Nationalteam allerdings noch nicht. Er liebäugelt mit einer Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2012 in London. dpa/jal