| 02:39 Uhr

Kazmirek und Freimuth auf Medaillenkurs

Ein Sturz hat Gesa Krause im 3000- Meter-Hindernis-Lauf um alle Chancen gebracht.
Ein Sturz hat Gesa Krause im 3000- Meter-Hindernis-Lauf um alle Chancen gebracht. FOTO: dpa
London. (dpa/kr) Die deutschen Zehnkämpfer Kai Kazmirek und Rico Freimuth haben nach der Halbzeit des Wettbewerbs bei der WM in London gute Medaillenchancen. Nach fünf Disziplinen am Freitag belegt der Olympia-Vierte Kazmirek (LG Rhein-Wied) mit 4421 Punkten Platz zwei.

Der WM-Dritte Freimuth (Halle/Saale) folgt mit 4361 Punkten auf dem dritten Rang. In Führung liegt der Olympia-Zweite Kevin Mayer aus Frankreich mit 4478 Punkten. Der Ulmer Mathias Brugger musste vor dem 400-Meter-Lauf am Abend verletzt aufgeben.

Europameisterin Gesa Krause hat die erhoffte Medaille bei den WM verpasst. Die 25-Jährige aus Trier kam nach einem chaotischen 3000-Meter-Hindernis-Rennen am Freitagabend als Neunte ins Ziel. Nach dem Sturz einer Konkurrentin und nach Rempeleien war sie schon in der ersten Rennhälfte zurückgefallen. Nach 9:23,87 Minuten erreichte Krause das Ziel. Gold gewann überraschend die Amerikanerin Emma Coburn in 9:02,58 Minuten vor ihrer Teamkollegin Courtney Frerichs in 9:03,77. Bronze holte die Titelverteidigerin und Olympia-Zweite Hyvin Kiyeng Jepkemoi aus Kenia.

Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz steht zum ersten Mal im Finale einer Leichtathletik-WM. Die 25-Jährige aus Wattenscheid qualifizierte sich als Zweite ihres Halbfinalrennens in starken 12,71 Sekunden für den Endlauf am Samstag (21.05 Uhr MESZ/ZDF und Eurosport). Die Mannheimerin Ricarda Lobe schied als Sechste ihres Laufs dagegen aus. Nadine Hildebrand vom VfL Sindelfingen hatte das Halbfinale verpasst.

Auch die deutschen 1500-Meter-Läufer Homiyu Tesfaye und Timo Benitz haben das Finale in London klar verpasst. Der Frankfurter Tesfaye wurde am Freitagabend in seinem Rennen Zehnter in 3:39,72 in Minuten, Benitz von der LG Nordschwarzwald im ersten Durchgang Elfter und Vorletzter in mäßigen 3:44,38.

Die deutsche Meisterin Claudia Salman-Rath aus Frankfurt/Main ist bei der Leichtathletik-WM in London im Weitsprung nur Zehnte geworden. Zwei Zentimeter fehlten der 31-Jährigen am Freitag zum Einzug in die Medaillenrunde der letzte acht Starterinnen. Im dritten Versuch hatte sie mit 6,54 Metern ihren besten Sprung geschafft.