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"Katastrophe" – FCE muss Strafe zahlen

Cottbus. Pyrotechnik, Beleidigungen, rechte Parolen: die Verfehlungen von Zuschauern in den Regionalliga-Partien bei Hertha BSC II, Wacker Nordhausen und besonders zu Hause gegen den SV Babelsberg 03 kommen den FC Energie teuer zu stehen. Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) hat den FCE zu einer Strafe von 7000 Euro verurteilt, teilte der Verein am Freitag mit. Jan Lehmann

Für den finanziell nicht auf Rosen gebetteten Club ein echtes Problem. "Die Strafe ist für unseren Verein eine Katastrophe und für einen Regionalligisten kaum oder nur schwer zu stemmen", machte Energie-Präsident Michael Wahlich in einer Stellungnahme deutlich.

Der NOFV hatte die Strafe ursprünglich noch höher, im fünfstelligen Bereich angesetzt. Unter Berücksichtigung der vom FC Energie getroffenen Sicherheitsmaßnahmen und bereits geleisteten Zusatzausgaben wurde sie reduziert. Der NOFV teilte aber demnach mit, dass man noch von einem "Geisterspiel" ohne Zuschauer absehe, stellte dies bei künftigen Vorfällen jedoch als Konsequenz in Aussicht.

Besonders die Vorfälle beim Spiel gegen den SV Babelsberg 03 haben laut Verein das hohe Strafmaß entscheidend beeinflusst. Am 19. November hatten beim Derby in Cottbus mehr als 100 Schwarzgekleidete einen Sitzplatzbereich im Stadion okkupiert und mit fremdenfeind lichen Parolen und obszönen Beleidigungen für Ärger gesorgt.

Der Verein hatte sich von den Vorfällen distanziert und eine Woche später im Heimspiel gegen Luckenwalde ein Zeichen gegen Nazis gesendet. Den Schaden hat der FCE nun trotzdem.

Der FC Energie hat ein weiteres Testspiel vereinbart. Am 15. Januar geht es um 13 Uhr zum Brandenburgliga-Spitzenreiter VfB Krieschow.