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| 12:13 Uhr

Kasper prostet in Thüringen auf dem Podest

Als Belohnung gönnte sich Romy Kasper (r.) einen Schluck Bier.
Als Belohnung gönnte sich Romy Kasper (r.) einen Schluck Bier. FOTO: Privat
Schmölln. Die Lotto Thüringen Ladies Tour geht an diesem Montag in die entscheidende Phase. Auch auf die beiden Lausitzerinnen Romy Kasper im Trikot der deutschen Nationalmannschaft und Trixi Worrack (Canyon-SRAM) wartet dann die 108 Kilometer lange Bergetappe mit Start und Ziel in Greiz, die wohl endgültig die Weichen im Gesamtklassement bei der wichtigsten deutschen Frauen-Rundfahrt stellen wird. Frank Noack

Die Tour endet Dienstag mit der 6. Etappe in Gotha. Beide Lausitzerinnen haben schon jetzt für Akzente gesorgt. Ihre Stärke demonstrierten sie unter anderem auf der schweren Etappe am Freitag mit der Bergankunft in Dörtendorf. Vor allem für die Forsterin Romy Kasper lohnte sich die Schinderei, denn sie fuhr beim Sieg der Niederländerin Lex Albrecht als Drittplatzierte auf das Podest. Die 29-Jährige schwankte im Ziel zwischen der leichten Enttäuschung über den verpassten Tageserfolg und der riesengroßen Genugtuung über den Podestplatz, den auch ihre Familie vor Ort in Thüringen bejubelte. "‘Leider‘ hat es nur für Platz 3 gereicht, mit dem ich aber überglücklich bin bei solch einer Zielankunft. Und ich war damit beste Deutsche an diesem Tag", erklärt Kasper.

Vor allem der letzte Kilometer mit einer Steigung von durchschnittlich 16 Prozent verlangte den Fahrerinnen alles ab. "Am Ende hieß es noch mal, die letzten Kräfte zu mobilisieren", berichtet Kasper, die sich schon unterwegs immer wieder aktiv und angriffslustig gezeigt hatte. Als Lohn gab es dann auf dem Podest einen kühlen Schluck Bier sowie einen Pokal und einen Teddy als Erinnerung an diese spektakuläre Bergankunft.

Kasper betont: "Ich bin ja mit einer guten Form aus dem Giro gekommen. Deshalb wollte mich hier beim Heimrennen natürlich auch zeigen. Dass das geklappt hat, ist toll."

Der Sprung auf das Podest blieb Trixi Worrack aus Dissen am Freitag zwar verwehrt, dafür sie bewies unterwegs trotzdem ihre ansteigende Form nach der schweren Verletzung im vergangenen Jahr. Denn die 35-Jährige gehörte zu einer Spitzengruppe, die zwischenzeitlich einen Vorsprung von bis zu 1:20 Minuten herausfuhr. Da sich Worrack an den Sprintwertungen Punkte sowie Sekunden sicherte, fuhr sie zwischenzeitlich sogar im gelben Trikot durch Thüringen - allerdings natürlich nur virtuell.

Am Ende der Etappe konnte das Feld den Vorsprung dann wieder reduzieren. Worrack erreichte als Siebte das Tagesziel und war damit zweitbeste Deutsche hinter Kasper.

Auch ihre Zwischenbilanz fällt positiv aus: "Ich merke, dass ich immer stabiler in meiner Form werde. Das ist wichtig für den Rest der Saison. Also bin ich insgesamt ganz zufrieden."

Einen Podestplatz verfehlte Trixi Worrack auch am Sonntag beim 18,7 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Schmölln nur ganz knapp. Am Ende belegte sie Rang vier beim Tagessieg von Lauren Stephens aus den USA. Allerdings konnte sich Worrack im Ziel darüber freuen, dass ihre Teamgefährtin Lisa Brennauer von Canyon-SRAM mit dem 3. Platz wieder Gelb und die Gesamtführung übernahm.