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| 17:24 Uhr

Kasper jubelt über Rang 15 – Pohl muss beim Giro aufgeben

Stephanie Pohl verausgabte sich beim Giro völlig, ehe sie ein Virus zum Aufgeben zwang.
Stephanie Pohl verausgabte sich beim Giro völlig, ehe sie ein Virus zum Aufgeben zwang. FOTO: Cervelo Bigla
Torre del Greco. Während die Radsportlerin vom RSC Cottbus von einem Virus gestoppt wurde, fuhr die Forsterin auf der abschließenden zehnten Etappe ganz stark in die Top Ten. Jan Lehmann

Die beiden Lausitzer Radsportlerinnen Romy Kasper (PSV Forst) und Stephanie Pohl (RSC Cottbus) können mit einer positiven Bilanz vom Giro d'Italia der Frauen in die Heimat zurückkehren - obwohl Pohl am Sonntag die Rundfahrt wegen einer Magen-Darm-Erkrankung vorzeitig abbrechen musste.

Kasper beendete eine der wichtigsten Rundfahrten im Frauen-Radsport indes auf Rang 15. "Irgendwie unglaublich", sagte sie. "Einen Giro auf Platz 15 zu beenden - damit hätte ich nie gerechnet." Am Sonntag ging es über 124 Kilometer noch einmal heiß her, Höhepunkt war der Aufstieg hoch zum Vesuv in der Nähe von Neapel. Die Etappe gewann die US-Amerikanerin Megan Guarnier aus Kaspers Ex-Team Boels-Dolmans. Die Forsterin, jetzt in Diensten des italienischen Teams Alé Cipollini, wurde abschließend sehr gute Zehnte, mit nur 1:04 Minuten Rückstand auf die Siegerin. Ein Großteil des Feldes kam wesentlich später ein.

Zuvor hatte Romy Kasper am Samstag mitgeholfen, dass ihre Teamkollegin Marta Bastianelli zum Etappensieg sprinten konnte. "Das ist für uns ein Grund zum Feiern", berichtete Kasper. Weil auch noch ihre Teamkollegin Janneke Ensing als 13. unter die besten 15 im Gesamtklassement gefahren ist, sei das "ein super erfolgreicher Giro für uns" gewesen, so die 29-Jährige. Für Kasper geht es jetzt zur Thüringen-Rundfahrt. "Die Form stimmt definitiv", frohlockt sie.

Stephanie Pohl hatte sich in der zurückliegenden Woche für ihr Team Cervelo Bigla aufgeopfert und kräftig mitgeholfen, dass die Finnin Lotta Lepistö einen Tagessieg feiern und die Dänin Cecile Ludwig ins weiße Trikot der besten Nachwuchsfahrerin schlüpfen konnte. Doch dann ging bei der Cottbuserin nichts mehr: "Ich habe mich in den vergangenen Tagen schon nicht gut gefühlt. Aber dann hat es mich umgehauen. Es tut weh, dem Team dabei zuzusehen, wie es den Giro ohne mich beendet. Aber die Gesundheit geht vor."

Den Gesamtsieg beim Giro holte sich die Niederländerin Anna van der Breggen (Boels-Dolmans).

Zum Thema:
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