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| 12:02 Uhr

Radsport
Kanter wieder Meister - Banusch startet stark

Max Kanter: „Ich habe mir einen echten Traum erfüllt.“
Max Kanter: „Ich habe mir einen echten Traum erfüllt.“ FOTO: Augenklick / Roth/Augenklick
Cottbus. Zwei Lausitzer Radsportler haben bei der Deutschen U23-Meisterschaft eine wichtige Rolle gespielt. Max Kanter konnte erneut jubeln, bei Richard Banusch reichte die Kraft nicht bis zum Schluss. Von Frank Noack

Er hat es schon wieder gemacht! Der Cottbuser Max Kanter vom Sunweb Development Team verteidigte am Wochenende in Holwickede seinen deutschen Straßenrad-Meistertitel in der U23-Klasse erfolgreich. Im Massensprint setzte sich der 20-jährige Kanter vor Jonas Rutsch (Lotto-Kern Haus) und Aaron Grosser (Sauerland-NRW) durch.

„Der Titel bedeutet dem gesamten Team und mir persönlich unglaublich viel. Bei uns geht um langfristige Entwicklung, mit der Wiederholung des Titels habe ich mir einen echten Traum erfüllt“, erklärt Kanter. Sein Blick auf die entscheidende Phase des Rennens: „Rutsch war einer meiner schärften Gegner. Ihn musste ich im Auge behalten. Ich hatte den fast perfekten Sprint und wusste schon ein paar Meter vor der Ziellinie, dass es reichen würde.“

Kanter wurde von 2008 bis 2015 beim RSC Cottbus ausgebildet. Anschließend fuhr er für das LKT-Team Brandenburg. Die Ziellinie überquerte er in Holwickede vor Marcel Franz (Radteam Herrmann). Der Cottbuser – früher auch im Trikot von LKT unterwegs – belegte zwar Platz zwei, wurde aber von der Jury distanziert, weil er einen Kontrahenten im Sprint behindert haben soll.

„Das war eine echte Mannschaftsleistung. Wir haben die ganze Woche über den Plan besprochen und gemeinsam mit den Jungs trainiert, damit wir das Trikot verteidigen konnten“, betont Sunweb-Teamchef Sebastian Deckert, früher auch in Diensten von LKT. „Der Plan war, dass wir mit Max sprinten wollten. Am Ende ging der Plan besser auf als erwartet. In den letzten beiden Runden waren die Jungs immer vorne und immer in Position. Als wir arbeiten mussten, haben wir gearbeitet und die Jungs haben einen großen Vorsprung herausgefahren, damit Max den Sieg holen konnte. "

Zwischenzeitlich hatte auch Richard Banusch vom LKT-Team Brandenburg dem Rennen seinen Stempel aufgedrückt. Der 19-jährige Vetschauer griff bereits in der ersten Runde an und fuhr einen Vorsprung von rund drei Minuten heraus. Später schlossen zwei weitere Fahrer zu Banusch auf. 40 Kilometer vor dem Ziel musste der LKT-Fahrer seiner couragierten Fahrweise in der ersten Rennhälfte dann Tribut zollen und seine beiden Begleiter ziehen lassen. Aber auch sie wurden eingeholt, sodass die Entscheidung zugunsten von Max Kanter im Massensprint fiel.

Richard Banusch machte einen starkes Rennen.
Richard Banusch machte einen starkes Rennen. FOTO: Augenklick / Roth/Augenklick

Das Meisterschaftsrennen wurde erstmals gemeinsam mit der Schweiz und Luxemburg ausgetragen. Den Titel des Schweizer Meisters sicherte sich Lukas Rüegg, ins luxemburgische Meistertrikot schlüpfte Pit Leyder.

Die Bilanz von U23-Bundestrainer Ralf Grabsch: „Ich hätte mir etwas mehr Aktivität gewünscht, was auf der Runde mit dem zeitweise starken Wind auch möglich gewesen wäre. Aus deutscher Sicht haben nur zwei Fahrer den Mut gehabt, anzugreifen. Alle anderen haben es auf einen Sprint ankommen lassen. Aber vielleicht war es bei dieser ersten Dreiländermeisterschaft – die sehr toll vom RSV Unna organisiert war – für die Fahrer aber auch etwas hemmend, da niemand wusste, wie die Schweizer und Luxemburger einzuschätzen sind und wie das Rennen taktisch verlaufen wird. Letztendlich haben sich die Favoriten durchgesetzt. Es war klar, dass sie im Sprint am schnellsten sein würden.“