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Kampf um den "Goldenen Helm"

Schon zu DDR-Zeiten Kult: Sandbahnsport. Am 1. Mai beginnt um 9 Uhr das freie Training. Ab 14 Uhr starten die Wertungsläufe.
Schon zu DDR-Zeiten Kult: Sandbahnsport. Am 1. Mai beginnt um 9 Uhr das freie Training. Ab 14 Uhr starten die Wertungsläufe. FOTO: lrs1
Lübbenau/Hindenberg. Alles ist angerichtet für das 65. Lübbenauer Sandbahnrennen an diesem Freitag, dem 1. Mai. Wenn im Motorsportzentrum Lübbenau/Hindenberg um 14 Uhr der Startschuss fällt, legen sich die besten Sandbahnspezialisten Europas in die Kurven. lrs1

Fahrer aus England, Frankreich, Finnland, Dänemark, Niederlande, Österreich, Tschechien und Deutschland treten gegeneinander an. Viele Piloten sind Teilnehmer an Weltmeisterschaften und Grand Prix. Der deutsche Spitzenfahrer Enrico Janoschka geht im Kampf um den "Goldenen Helm" des ADMV als Favorit ins Rennen.

Außerdem dabei sind Richard Wolff (Tschechien) sowie der Däne Arne Andersen. Mit Spannung werden auch die Starts von Aarni Heikkila aus Finnland und dem Engländer Paul Cooper erwartet. Insgesamt sind Sportler aus zehn Nationen am Start. "Wir haben ein erstklassiges Teilnehmerfeld", sagt MSC-Sportchef Henry Pfeiffer. "Die Zuschauer können sich auf spektakuläre Hochgeschwindigkeitsrennen freuen."

Mit rasantem Tempo und akrobatischer Technik legen sich die Piloten beim Bahnrennsport in die Kurven. Dabei erreichen die Motorsportler auf dem 686 Meter langen Oval in Hindenberg teilweise Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde. Die Sandbahnfahrer ermitteln auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in acht Vorläufen die sechs Final-Teilnehmer. Ein Rennen geht über vier Runden.

Neben den klassischen Sandbahnrennen der Spezialisten gibt es zahlreiche weitere Wertungsläufe. Besonders spektakulär verlaufen die Wettbewerbe der Quad-Fahrer. Erstmals dabei sind Speedkarts.

Sandbahnsport war vor allem zu DDR-Zeiten in der Lausitz Kult. In den 1980er-Jahren besuchten am 1. Mai mehr als 10 000 Zuschauer die Läufe im Lübbenauer Stadion.