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Jetzt will auch Deutschland die Futsal-Welt erobern

Kleiner Ball, schnelles Spiel: Auch Superstar Messi hat früher Futsal gespielt.
Kleiner Ball, schnelles Spiel: Auch Superstar Messi hat früher Futsal gespielt. FOTO: dpa
Hamburg. Der Ball ist kleiner, das Spiel schneller, der technische Anspruch höher: Futsal ist Hallenfußball der modernsten Art. Nun finden die ersten Länderspiele einer deutschen Nationalmannschaft statt. dpa/jam

Am Sonntag (15 Uhr) und am Dienstag (18 Uhr) trifft die DFB-Auswahl in Hamburg auf England. Als Förderer dieses Sports gilt Hansi Flick, der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes. "Durch die moderne Form des Hallenfußballs können wir unsere Talente noch besser ausbilden", sagte er dfb.de.

Deutschland ist im Futsal ein Spätstarter. Bereits seit 1989 findet alle vier Jahre eine Weltmeisterschaft statt. Im Jahr 1996 wurde die Europameisterschaft eingeführt.

Das Interesse ist groß: Die letzte EM fand im Februar in der serbischen Hauptstadt Belgrad statt. Die Halle war fünfmal mit mehr als 12 000 Zuschauern gefüllt. "Die Spiele bei der EM haben gezeigt, wie dynamisch und technisch hochwertig Futsal auf höchstem Niveau gespielt wird", so Flick. Die erfolgreichste Futsal-Nation in Europa ist Spanien, wo es sogar eine Profiliga gibt.

Viele Stars haben diese Variante früher ausgeübt. Der fünfmalige Weltfußballer Lionel Messi behauptet, Futsal habe seine Entwicklung gefördert. "Futsal hilft dir enorm, weil es dein schnelles Denken schult", meinte Messis brasilianischer Kollege in Barcelona, Neymar. Und der Brasilianer Douglas Costa von Bayern München ergänzte: "Was ich dabei gelernt habe? Immer schnell zu spielen! Das versuche ich, auf dem Feld umzusetzen."