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Jetzt mit Ticket: Levy quält sich für die Heim-EM

Maximilian Levy freut sich auf die EM in seiner Geburtsstadt Berlin und sagt: "Ich habe im Training viel Freude daran, mich zu quälen."
Maximilian Levy freut sich auf die EM in seiner Geburtsstadt Berlin und sagt: "Ich habe im Training viel Freude daran, mich zu quälen." FOTO: Hammerschmidt
Cottbus/Berlin. Jetzt ist es amtlich: Der Cottbuser Maximilian Levy (30) führt als Routinier den Kurzzeit-Kader des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) für die Bahnrad-Europameisterschaft vom 18. bis 22. Frank Noack

Jetzt ist es amtlich: Der Cottbuser Maximilian Levy (30) führt als Routinier den Kurzzeit-Kader des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) für die Bahnrad-Europameisterschaft vom 18. bis 22. Oktober in Berlin an. Zum erweiterten Aufgebot, das der BDR am Donnerstag bekannt gegeben hat, gehören insgesamt sieben Sportler aus der Lausitz. Neben Levy wurden für den Kurzzeit bereich Eric Engler (Track Team Brandenburg) und Robert Förstemann (RSC Cottbus) nominiert. Dazu kommen die Ausdauerfahrerinnen Romy Kasper (PSV Forst) und Lisa Küllmer (RSC Cottbus).

Bei der Steher-EM, die erstmals wieder im Rahmen dieser Titelkämpfe im Velodrom an der Landsberger Allee ausgetragen wird, vertreten unter anderem Titelverteidiger Stefan Schäfer und Franz Schiewer (beide Cottbus) die deutschen Farben.

Für Maximilian Levy könnte die Europameisterschaft trotz der Medaillen bei Olympia und Weltmeisterschaften ein emotionaler Höhepunkt im Herbst seiner erfolgreichen Karriere werden. "Für mich ist es die erste große Meisterschaft im eigenen Land. Deshalb hoffe ich natürlich, dass die EM noch einmal ein richtiges Highlight wird", betont Levy. "Dass sie in meiner Geburtsstadt Berlin stattfindet, macht die Sache noch mal ein Stück spezieller. Aber ich setze mich nicht unter Druck und werde mich bestmöglich vorbereiten. Ich habe derzeit im Training jedenfalls viel Freude daran, mich zu quälen."

In der kommenden Woche reist Levy in die Hauptstadt, um erstmals die neu verlegte Holzpiste im Velodrom zu testen. Ende September trifft sich das BDR-Team zum Trainingslager in Frankfurt (Oder), ehe es zum europameisterlichen Feinschliff in die Hauptstadt geht.

Für ein Spektakel wollen auch die Steher um Stefan Schäfer sorgen, der mit Franz Schiewer den wohl wichtigsten Helfer an seiner Seite weiß. "Mein Ziel ist natürlich die Titelverteidigung", hatte die aktuelle Nummer eins im Steher-Bereich stets betont.

Romy Kasper wird bei der EM voraussichtlich im Madison an den Start gehen. Die Cottbuserin Stephanie Pohl, die nach ihrer Heirat jetzt den Familiennamen Gaumnitz trägt, fehlt dagegen im BDR-Aufgebot für die Titelkämpfe in Berlin. Auch für die an diesem Wochenende beginnende Straßenrad-Weltmeisterschaft wurde die 29-Jährige durch den Verband überraschend nicht nominiert, obwohl sie unter anderem bei der Deutschen Meisterschaft im Juni in Chemnitz als Edelhelferin ihre Teamgefährtin Lisa Klein aus der Cervélo-Bigla-Mannschaft zum Titelgewinn gefahren hatte. Bei der WM in Bergen (Norwegen) wird Pohl deshalb nur am Sonntag im Mannschaftszeitfahren mit Cervélo-Bigla an den Start gehen. Dort sind außerdem Romy Kasper, Trixi Worrack (Dissen) sowie die beiden Ex-Cottbuser Tony Martin und Nikias Arndt dabei. Im Nachwuchsbereich wurden Juri Hollmann (RSC Cottbus) und Leon Heinschke (Frankfurter RC) durch den BDR nominiert.

Mit einer Nominierung für die Bahn-EM hatte auch Roger Kluge geliebäugelt, um gemeinsam mit dem Berliner Theo Reinhard seine Madison-Ambitionen im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 zu untermauern. Stattdessen wird der Straßenprofi vom Team Orica-Scott vom 19. bis 24. Oktober beim WorldTour-Rennen Tour of Guangxi in China an den Start gehen, um weitere Wettkampf-Kilometer zu sammeln. Kluge musste in der ersten Jahreshälfte einige krankheitsbedingte Pausen einlegen.