ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:39 Uhr

Jens Weißflog sieht BMI-Regel skeptisch

Ex-Tourneesieger Jens Weißflog hat eine Tendenz zu wieder leichteren Skispringern ausgemacht.
Ex-Tourneesieger Jens Weißflog hat eine Tendenz zu wieder leichteren Skispringern ausgemacht. FOTO: dpa
Innsbruck. Für den viermaligen Tourneesieger Jens Weißflog hat die Body-Maß-Index-Regel ihren Sinn im Skispringen langfristig verfehlt. "Die Tendenz zu leichteren Springern ist definitiv wieder da. dpa/jam

Nicht erst seit dieser Saison", sagte der 52-Jährige im Interview der Zeitung "Die Welt". Als Grund dafür sieht der ehemalige deutsche Top-Springer, dass die Athleten mittlerweile wieder kürzere Skier in Kauf nehmen und damit mehr Spielraum bei ihrem Gewicht haben.

"Wir sind bei Weitem nicht dort, wohin wir mit dem BMI irgendwann einmal wollten", erklärte Weißflog, wenngleich er einräumte, dass Magersuchtsfälle wie zu früheren Zeiten aktuell nicht existierten. "Man muss ein Auge darauf haben", warnte der gebürtige Sachse. Angesichts der Top-Athleten sagte auch Österreichs Cheftrainer Heinz Kuttin jüngst: "Man kann sehen, dass Peter Prevc und Kamil Stoch sehr leicht sind."

Der Body-Maß-Index gibt das Gewicht eines Menschen im Verhältnis zu seiner Größe vor. Ist das Missverhältnis zu groß, muss der Athlet mit einem Wettbewerbsnachteil, also kürzeren Skiern, in das Springen gehen. Diesen akzeptieren aber viele mittlerweile wieder. Ex-Weltmeister Andreas Goldberger aus Österreicher nimmt daher den Weltverband in die Pflicht: "Das ganze System gehört wieder angepasst", sagte er.