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| 19:00 Uhr

Triathlon
Ironman Franz Löschke wird deutscher Meister

Franz Löschke auf der 180 Kilometer langen Radstrecke – danach folgte noch der Marathonlauf.
Franz Löschke auf der 180 Kilometer langen Radstrecke – danach folgte noch der Marathonlauf. FOTO: imago/Hartenfelser / Peter Hartenfelser
Hamburg. Der Triathlet aus Finsterwalde ist in Hamburg mit Platz fünf bester Deutscher. Der Belgier Aernouts gewinnt. dpa

Erfolgreiche Langdistanz-Premiere für Franz Löschke: Bei seinem allerersten Ironman landete der Triathlet aus Finsterwalde am Sonntag in Hamburg auf einem hervorragenden fünften Platz, womit er auf Anhieb deutscher Meister wurde.

Das Rennen, das wegen der Gefährdung durch giftige Blaualgen in der Alster ohne das Schwimmen ausgetragen wurde, gewann der Belgier Bart Aernouts in 7:05:26 Stunden. Der 34-Jährige setzte sich nach einem Sechs-Kilometer-Lauf, 180 Kilometer auf dem Rad und dem abschließenden Marathon vor dem Briten Joe Skipper und dem Vorjahressieger James Cunnama aus Südafrika durch. Im Ziel hatte Aernouts mehr als sieben Minuten Vorsprung auf Skipper.

Franz Löschke benötigte bei Temperaturen um 27 Grad 7:26:56 Stunden. Der 29-Jährige, der 2009 U23-Weltmeisters über die Kurzdistanz wurde, hatte sich in den vergangenen zwei Jahren schon erfolgreich an Rennen über die Mitteldistanz versucht, bevor er nun erstmals die lange Strecke absolvierte. Dass das von ihm nicht so geliebte Schwimmen abgesagt werden musste, kam dem Finsterwalder, der ein starker Läufer ist, letztlich entgegen. Sein vorab selbsterklärtes Ziel, in Hamburg mindestens seine Startnummer (die 17) als Platzierung zu erreichen, hat er jedenfalls bravourös erreicht.

Bei den Damen triumphierte die Australierin Sarah Crowley (8:08:21). Die 35-Jährige lag im Ziel auf dem Rathausmarkt in Hamburg über fünf Minuten vor Katharina Grohmann. Die 31-Jährige aus Bad Vilbel sicherte sich damit wie Löschke den deutschen Meister-Titel über die Langdistanz. Vorjahressiegerin Daniela Sämmler aus Darmstadt konnte auf der Marathonstrecke nicht mehr mithalten und wurde Fünfte. Im Ziel hatte sie mehr als eine Stunde Rückstand auf Crowley.

Neben den Profis waren bei dem Ausdauer-Spektakel in Hamburg etwa 2300 Amateure am Start.  Trotz der Schwimm-Absage galt das Rennen als Qualifikation für die WM beim Klassiker auf Hawaii im Oktober und als deutsche Meisterschaft.

Emotionaler Höhepunkt war der Zieleinlauf des Briten Tim Don. Fast neuneinhalb Monate nach seinem schweren Trainingsunfall auf Hawaii im vergangenen Oktober gab der 40-Jährige sein Comeback auf der Langstrecke. Der Brite hatte sich damals einen Genickbruch zugezogen. In Hamburg wurde der Weltklasse-Triathlet nun Neunter – und im Ziel von seinen beiden Kindern empfangen.