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| 02:33 Uhr

InterviewWir diktieren jetzt den Spielverlauf

Mit zwei Siegen gegen Bremen und Chemnitz haben die A-Junioren ihren freien Fall in der Bundesliga-Tabelle gestoppt. An diesem Wochenende stehen keine Punktspiele auf dem Programm – Gelegenheit für eine Zwischenbetrachtung mit Trainer Detlef Schössler.

Hat die Mannschaft mit dem 2:0 in Bremen und dem 3:0-Heimsieg gegen Chemnitz schon endgültig die Kurve gekriegt? Wir dürfen jetzt nicht von einem Extrem ins andere wechseln. Natürlich waren die beiden Siege hoch erfreulich. Aber ich vergleiche die Situation mit einer zarten Pflanze, die ganz geduldig viel Hege und Pflege braucht. Fakt ist, wir haben bewiesen, dass wir es können. Nach vier Niederlagen, die zum Teil auch etwas unglücklich zustande kamen, war das auch höchste Zeit. Wir werden auch in der Zukunft wieder Spiele verlieren, grundsätzlich aber denke ich, können wir die Mehrzahl der Vergleiche für uns entscheiden. Das Potenzial hat die Mannschaft.

Wie erklären Sie sich den Wandel, was macht die Mannschaft inzwischen besser?Wir sind dominanter aufgetreten. Wir diktieren jetzt mehr den Spielverlauf, was auch mit dem verbesserten Selbstvertrauen zu tun hat. Auch greifen die Mannschaftsteile jetzt besser ineinander über, die Harmonie ist deutlich besser geworden.

Und wenn man dann auch noch ab und zu ein Tor schießt, quasi als Beweis ordentlicher Arbeit, dann geht vieles leichter.

Energies Nachwuchsabteilung muss sich an der Talenteförderung messen lassen. Sehen Sie schon Spieler, aus denen mal was Großes werden könnte? Einige sind auf gutem Wege, Gladrow, Zickert und der derzeit leider verletzte Henkel haben schon oft bewiesen, dass sie Führungsqualitäten haben. Aber grundsätzlich es ist noch zu früh, um schon Namen zu nennen unter der Rubrik "Das wird mal einer". Geduld ist gefagt.

Am Mittwoch hat es ein Testspiel gegen Borea Dresden gegeben, das 1:1 ausging. Gab es neue Erkenntnisse?Eine Erkenntnis gab es, aber die ist nicht neu: So ein Spiel ist stets besser als jedes Training. Wir haben in Laubsdorf, wo das Spiel stattfand, einige Probespieler eingesetzt, zum Beispiel auch aus Lübeck. Es war gut, die drei mal im Wettkampf zu erleben. Unser Tor zur 1:0-Führung hat übrigens in unserer guten ersten Halbzeit Robert Zickert erzielt.

Mit Detlef Schössler sprach Georg Zielonkowski