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"Immer noch der gleiche Platte"

Marvin Plattenhardt
Marvin Plattenhardt FOTO: dpa
Schladming. Die Confed-Cup-Trophäe hat Marvin Plattenhardt nicht unter den Tattoos auf seinem rechten Arm verewigt. Dennoch hinterließ sein erster Sommer mit dem Nationalteam bleibenden Eindruck beim Verteidiger von Hertha BSC – und weckt Lust auf mehr. dpa/noc

Zum Beispiel auf eine Teilnahme bei der WM in Russland. "Es ist noch ein langer Weg bis dahin", sagt der 25-Jährige im Trainingslager des Berliner Fußball-Bundesligisten im österreichischen Schladming. "Ich würde mich natürlich mega freuen, ich habe es im Hinterkopf, aber bis dahin kann viel passieren."

Entspannt sitzt der Neu-Nationalspieler auf der Terrasse des Vier-Sterne-Hotels mit Blick auf die Berge in der Steiermark. Während des Gesprächs schaut kurz U21-Europameister Mitchell Weiser (23) vorbei. Das junge Duo steht sinnbildlich für den Aufschwung der Hertha, der sich in der ersten Europa-League-Teilnahme nach 2010 und der ersten Berufung eines Herthaners ins A-Nationalteam seit Arne Friedrich widerspiegelt. Nach dem Confederations Cup holte Plattenhardt seinen Kreta-Urlaub nach - und nahm nach zwölf Tagen Freizeit das Training wieder auf.

"Bei Platte fehlt noch etwas, aber das ist normal", beschreibt Hertha-Coach Pal Dardai dessen aktuellen Vorbereitungsstand vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal bei Hansa Rostock am 14. August. In Russland stand Plattenhardt im letzten Gruppenspiel gegen Kamerun in der Startformation, wurde zuvor bei zwei weiteren Länderspielen eingewechselt. Bei der Hertha ist der Freistoßspezialist hingegen als feste Säule auf der linken Seite nicht wegzudenken - immer mehr auch in einer Führungsrolle. Er sei als Nationalspieler aber "immer noch der gleiche Platte", betont der Schwabe.