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Turnen
Im Jubiläumsjahr ins DTL-Finale

Der Cottbuser Nachwuchs wie hier Lucas Kochan musste in dieser Saison 
bereits Verantwortung übernehmen.
Der Cottbuser Nachwuchs wie hier Lucas Kochan musste in dieser Saison bereits Verantwortung übernehmen. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Die Cottbuser Turner setzen sich nach dem Klassenerhalt jetzt neue Ziele. Von Sven Hering

Für ein Abklatschen reichte die Kraft noch. Dann mussten die Turner des SC Cottbus am vergangenen Samstag in der Lausitz-Arena erst einmal kräftig durchatmen. Soeben hatten sie die eigentlich favorisierten Gäste von der Siegerländer Kunstturnvereinigung mit 42:39 besiegt. Ein am Ende hauchdünner Erfolg, der aber die Gewissheit brachte, die Klasse in der Deutschen Turnliga schon vorm letzten Wettkampf an diesem Wochenende mit dem abschließenden Duell beim TSV Monheim (Samstag, 18 Uhr) gehalten zu haben.

Ein schöner Abschluss eines nicht ganz einfachen Jahres. „Wir haben heute sehr stabil geturnt“, resümierte Christopher  Jursch. Der lange verletzte Nationalturner kam beim letzten Heimkampf lediglich am Pferd zum Einsatz – und symbolisierte somit ein wenig auch das Dilemma der Cottbuser Turner in dieser Saison. Der 25-Jährige war im Mai an der Schulter operiert worden. Sein Teamkollege Devin Woitalla musste ebenfalls an der Schulter unters Messer. Die junge Garde war somit gefordert. Ins Team rückten mit Elias Graf, Tom Schultze und Lucas Kochan drei Junioren. „Wir haben sicherlich ein paar Sorgen“, räumte SCC-Sportdirektor Karsten Oelsch vor ein paar Wochen ein „Wir wollen aber dennoch eine vernünftige Vorstellung abliefern.“

Das ist dem Team spätestens mit dem Sieg über die Siegerländer Gäste auch gelungen. Trotzdem sind die Ansprüche eigentlich andere. Und so formulierte Mirko Wohlfahrt, Cheforganisator des Turniers der Meister, unmittelbar nach Wettkampfende schon einmal ein mögliches Ziel. „Im nächsten Jahr feiern wir 25 Jahre SC Cottbus Turnen – dann wäre es schön, wenn wir wieder einmal ein Finale erreichen könnten“, sagte er. Voraussetzung sei, dass Leistungsträger wie Jursch oder Woitalla wieder der Mannschaft zur Verfügung stehen. Und dass sich der Nachwuchs im Umfeld der etablierten Starter weiter entwickelt.

Am Ende braucht es dann auch wenig Glück bei der Auswahl der Gaststarter. So wie am letzten Samstag. Da holte der Zyprer Marios
Georgiou bei seinem ersten Start für das Team gleich auf Anhieb die meisten Punkte.