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| 02:39 Uhr

"Hungrig und sogar verjüngt" – Roger Federer meldet sich zurück

Ein halbes Jahr hatte der Schweizer ausgesetzt.
Ein halbes Jahr hatte der Schweizer ausgesetzt. FOTO: dpa
Perth. Roger Federer ist wieder da. Ein halbes Jahr hat die Tennis-Szene ihn vermisst – und er die Profi-Tour.

178 Tage nach seinem bisher letzten Auftritt und einer für ihn ungewohnt langen Verletzungspause gibt der 35-Jährige sein Comeback. Für die Schweiz tritt Federer von Montag an im australischen Perth beim Hopman Cup an, der inoffiziellen Mixed-WM. "Ich bin immer noch hungrig und sogar erfrischt und verjüngt", sagte er.

Wie sehr Fans den elegant spielenden Maestro vermisst haben, wurde deutlich, als an der australischen Westküste mehr als 6000 Menschen bei einer Trainingseinheit zuschauten. Dem Ernstfall stellt sich der Grand-Slam-Rekordsieger nun erstmals wieder in der Partie gegen den Weltranglisten-66. Daniel Evans. Großbritannien ohne die Nummer eins Andy Murray ist Auftaktgegner von Federer und seiner Partnerin Belinda Bencic.

Am 4. Januar misst sich der Routinier mit dem Hamburger Spitzentalent Alexander Zverev. Zwei Tage später wird er dem Franzosen Richard Gasquet gegenüberstehen. So garantiert der Hopman Cup dem Altmeister dringend benötigte Spielpraxis vor seiner mit Spannung erwarteten Rückkehr auf die Grand-Slam-Bühne bei den Australian Open, die am 16. Januar beginnen.

Olympia in Rio hatte Federer 2016 ebenso wie die US Open in New York und das Saisonfinale in London verpasst. Sein bis dato letztes Match bestritt der frühere Weltranglisten-Erste Anfang Juli in Wimbledon. Im Halbfinale gegen den Kanadier Milos Raonic war er gestrauchelt und kurz auf dem Rasen liegen geblieben. Es war ein sinnbildlicher Sturz für sein verkorkstes Jahr mit einer Knie-OP und Rückenschmerzen.

Da steht auch die Frage nach dem Ende seiner Laufbahn: Er selbst hofft, noch einige Jahre spielen zu können. "Nur wenn ich danach gefragt werde, denke ich an solche Dinge", erklärte der zweifache Zwillingsvater in Perth und fügte hinzu: "Ich sehe es nicht so, dass dies mein letzter Australien-Trip sein könnte."

Erst einmal dürfen sich aber auch seine Kinder über weitere Reisen freuen. "Wann reisen wir wieder?" sei er von ihnen während seiner Auszeit gefragt worden, erzählte Federer. "Eine ganze Weile nicht", habe er ihnen darauf geantwortet. Inzwischen hat sich das für die Zwillingspaare Charlene und Myla sowie Leo und Lenny wieder geändert.