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Hünemeier träumt von der Bundesliga

Kapitän Uwe Hünemeier spielte bis 2013 bei Energie Cottbus.
Kapitän Uwe Hünemeier spielte bis 2013 bei Energie Cottbus. FOTO: dpa
Paderborn. In Ostwestfalen haben sich die Machtverhältnisse im Fußball kräftig verschoben. Nicht die früheren Bundesligisten Arminia Bielefeld oder Preußen Münster stehen im Fokus, sondern der noch recht junge Fusionsclub SC Paderborn 07. dpa/noc

"Der Mannschaft ist alles zuzutrauen", sagte Präsident Wilfried Finke. Vor dem 26. Spieltag liegt der SCP auf Tabellenplatz drei.

Das Team von Trainer André Breitenreiter hat sieben der vergangenen neun Spiele gewonnen, ist damit das beste Rückrundenteam und stellt mit 45 Treffern den stärksten Angriff der Liga. Zudem ist der SCP mit 24 Zählern aus zwölf Partien das beste Heimteam. Die letzte Niederlage im eigenen Stadion datiert vom 28. September 2013 gegen den 1. FC Union Berlin. Dann starteten die Akteure aus der 145 000-Einwohner-Stadt durch und klopfen nun tatsächlich an das Tor zur 1. Liga.

Dieser Aufschwung hat viel mit Trainer Breitenreiter zu tun. Der 40 Jahre alte Ex-Profi, der vor Saisonbeginn vom Regionalligisten TSV Havelse gekommen war, hat seine Schützlinge im Saisonverlauf konsequent weiterentwickelt. Die Mannschaft beherrscht mit dem 4-1-4-1, dem 4-2-3-1 und dem 4-2-2-2 gleich drei Systeme und schlägt daraus immer wieder Kapital. Die zu Saisonbeginn noch wacklige Abwehr um den Ex-Cottbuser und neuen Kapitän Uwe Hünemeier steht jetzt auch deshalb stabil, weil alle Offensivleute gut gegen den Ball arbeiten. Die Laufleistung stimmt immer, das Umschaltspiel funktioniert und beinahe alle Spieler strahlen Torgefahr aus. "Wir haben den Vorteil, dass wir nie vom Aufstieg gesprochen haben und unsere Spiele deshalb genießen können", erklärt Breitenreiter.

An diesem Freitag spielt der SCP bei Union Berlin. Bereits am Dienstag ist dann der aktuelle Vierte FC St. Pauli zu Gast in Paderborn. "Das sind zwei richtungsweisende Partien", kündigte Breitenreiter an.